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23. August 2013

Gelesen: Feuchtgebiete vs. Shades of Grey?

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Am Anfang sei gesagt:
Feuchtgebiete finde ich nicht besonders gut geschrieben.
Es ist so wie "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner. Sorry, Sarah, dass ist kein Shitstorm, sondern meine ehrliche Meinung. Es ist ganz nett, es mal gelesen zu haben, aber nein, es hat keinen wirklichen Spannungsbogen, die Handlung plätschert so dahin und die Stilmittel sind auch ganz nett, aber der Schreibstil reißt einem nicht vom Hocker.
Anders ist es bei der Thursday-Text-Reihe, die ich derzeit gerne lese: Der Schreibstil ist sowohl auf Englisch als auch in der deutschen Übersetzung nicht eintönig, es kommen immer wieder literearische Insider oder Absurditäten wie rückgeklonte Dodos oder Neanderthaler und  man hat den Drang, es weiter zu lesen, weil man nicht weiß, was als nächstes passiert.

Aber zurück zu Feuchtgebiete:
Zum Kinostart von Feuchtgebiete erhoben sich überall im Internet Aufschreie und ich fand es ehrlich gesagt bei den vielen 20jährigen Vertreterinnen der Blog-und-Facebook-Generation ziemlich konservativ und spießig, dass sie sich über "Feuchtgebiete" so empören, vor allen Dingen, weil viele anscheinend selber zugeben, dass sie sich mit dem Buch nicht näher beschäftigt hat, sondern das Buch nur aus Erzählungen anderer kennen.
Eine Freundin von mir schrieb z. B. einen

Ekel und Provokation sind Stilmittel - die können Menschen zum Kotzen finden oder toll finden.
Aber um etwas gut oder scheiße zu finden, sollte man es kennen, oder?
Ich habe zum Beispiel keinen der X-Men-Filme gesehen und kann daher nicht sagen, ob ich sie gut oder nicht gut finde.
Allgemein hasse ich diese Einstellung, wenn Leute über etwas reden oder gar abstoßend finden, aber sich nicht einmal mit der Materie beschäftigen.

Was ist das denn für eine Mentalität? Ich habe es nicht gelesen/gesehen und weiß nur wage über das Thema Bescheid, aber hey, ich find es kacke. Jaaaaaaa ... Diese Einstellung find ich echt zum Kotzen. Ehrlich - und das bei jedem Thema: Politik, Literatur, Stammtischthemen, Philosophie.
Einmal bin ich wirklich in einem Philosophie-Seminar fast ausgerastet, weil nur 2 von 30 den Text gelesen hatten und plötzlich jemand mit der These um die Ecke kam: "Tier xyz kann doch aussterben. Es sieht zwar niedlich aus, hat aber keinen ökonomischen Nutzen für uns.)
Zurück zum Thema:
Was soll denn an dem Film oder Buch "Feuchtgebiete" so schlimm sein?

Auch Stars müssen kacken und wenn jemand ein ein wenig autobigraphisches Buch über Hämorriden und andere unreinliche Erfahrungen aus der Jugendzeit schreibt und das dann daraus ein Film gemacht wird, dann ist das halt so.
Da kann man sagen: "Den Mist guck ich mir nicht an, ich würde es eh nicht mögen."
Aber man sollte nicht voreilig darüber urteilen.



Shades of Grey mit Feuchtgebiete zu vergleichen ist, als würde man Twilight mit Dracula vergleichen: Es ist schlichtweg nicht möglich. Shades of Grey ist ein schlecht geschriebener, romantischer Groschenroman mit einer Story auf Seifenoperniveau, der Aufsehen durch den BDSM-Deckmantel erregte, Feuchtgebiete ein Buch, dass geschrieben wurde, um durch die Themenwahl zu provozieren.
Und falls ihr meine ehrliche Meinung zu Shades of Grey lesen wollt: Die findet ihr HIER. Und vorab sei gesagt: Nein, Shades of Grey ist nicht gut geschrieben. Ich mag z. B. Uwe Tellkamps Geschichten nicht soooo gerne, aber ich muss ehrlich zugeben: Dieser Autor weiß, wie man gute Bücher schreibt.

Aber ich meine: Es gibt Filme wie SAW oder andere Splatter Filme, wo richtig schön die Eingeweide rausquellen.
Warum darf es dann keinen Film über die schmuddeligen Seiten des Menschen geben? Warum nicht einfach mal ein Buch schreiben über unschönen Dinge des Lebens?

Natürlich, keiner muss das Buch lesen, keiner muss den Film sehen - aber wenn man ihn scheiße finden will, soll man sich doch zumindest mit der materie beschäftigen und danach eine schlechte Kritik dazu abgeben.

Ich persönlich finde auf jeden Fall nackte Ärsche, Vaginas und Schwänze nicht so vulgär wie fliegende Gedärme und zerfetzte Körper. Das hat alles so einen 70er-Jahre-Aufklärungsfilmcharm, nur halt in provokativ-körperflüssigkeitenfixiert.

Das Buch habe ich gelesen und als Hörbuch gehört, den Film werde ich wohl auf DVD  abwarten, weil ich eh nicht so die Kinogängerin bin.

UPDATE 24.08.2013 21:00 Uhr: Guten Abend, ich sitze gerade bei der Arbeit und bin etwas stinkig auf einen inzwischen ehemaligen Co-Blogger, weil er diesen unfertigen Blogpost veröffentlicht hat und Teile des Blogposts verändert hat. Ich  entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, die entstanden sind.
Leider wurde meine Buchrezension komplett rausgelöscht, was mich extrem ärgert. Ich werde sie Montag versuchen, neu zu schreiben.

 

Kommentare:

  1. Guter Blogpost. :)
    Ich habe Feuchtgebiete und Shades of Grey gelesen und fand beide Bücher sehr langweilig und schlecht geschrieben.
    Die Filme werde ich mir nicht ansehen. Bei Feuchtgebiete gibt es sicher einige ekelige Szenen und ich steh einfach nicht drauf mir sowas anzusehen. Mit Nacktheit und Sex in Filmen hab ich absolut kein Problem, aber Kotze, Kacke und benutzte Tampons, das muss dann doch nicht sein. :D
    Splatter-Movies mag ich aber genauso wenig.

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  2. Ich liebe es, wenn sich Menschen Meinungen über Dinge bilden, mit denen sie sich nicht einmal ein Bisschen befasst haben. Der oben genannte Blogpost macht mich in dieser Hinsicht dezent aggressiv. Ich habe Feuchtgebiete gelesen und ja, auch ich finde, dass da einige eklige Stellen sind, welche ich im Alltag noch nie so erlebt habe. Allerdings ließ sich das Buch enorm gut lesen und es steckte so viel mehr dahinter, als einfach nur dieses in den Medien aufgebauschte Eklig-Sein. Dadurch habe ich das Buch auch sehr gerne gelesen und einen positiven Gesamteindruck gewonnen!

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  3. "Shades of Grey ist ein schlecht geschriebener, romantischer Groschenroman mit einer Story auf Seifenoperniveau, der Aufsehen durch den BDSM-Deckmantel erregte" ICH LIEBE DICH FÜR DIESEN SATZ :D

    Mal ernsthaft ich hab ernsthaft Shades of Grey gelesen und ich habe mich wirklich durchgekämpft. Habs nicht leiden können und wollte wissen was die alle an den Buch finden. Bis heute weiß ich den Grund nicht xD

    Da finde ich Feuchtgebiete doch etwas interessanter. Ja, ich oute mich mal als ziemlich frühe Leserin und ich muss auch sagen, dass mich die STory abseits des Schockens richtig interessiert hat. Deswegen freue ich mich auch schon auf den Film. Ich bezweifel außerdem, dass mich das noch richtig schockieren kann, immerhin werden sicher ein paar Szenen aus den Buch abgemildert worden sein ^^. Außerdem hat Helen ja irgendwie teilweise recht zB mit der Aussage ala "Wer mit blablab und anderen Flüssigkeiten Probleme hat, braucht gar nicht erst Sex zu haben" (nicht genauer Wortlaut xD)

    Ok ich greif zu weit vor XD

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  4. Ich gebe dir recht man kann die beiden filme nicht vergleichen. Sollte man auch nicht versuchen. Mit gefallen beide storys. Ich war mittwoch auf der premiere von feuchtgebiete und fand ihn super umgesetzt passend zum Buch und hatte meinen spass. Ich hab drüber gebloggt :) Auf shades of gray freue ich mich aber auch ^-^ lg

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  5. Ich habe auch beide gelesen, bzw von Shades Of Grey alls drei Teile. Ich muss sagen, Feuchtgebiete hat mich so gar nicht umgehauen, weswegen ich auch den Film nicht sehen muss. Aber Shades Of Grey higegen schon. Allerdings warte ich mitlerweile auch nicht mehr auf den Film, theoretisch hätte der ja längst kommen sollen.. Abgesehen davon bin ich mit den meisten Verfilmungen sowieso nicht zufrieden ._.

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  6. Ich muss dazu sagen - ich kenne weder Shades of Gray noch Feuchtgebiete.
    Und rein von der Thematik muss ich es auch nicht kennen - es sind beides Bücher die mich einfach nicht interessieren.
    Ob sie gut oder schlecht sind kann ich deswegen nicht sagen.
    Aber ich werde mir die Filme nicht ansehen. Wenn mich schon die Bücher nicht interessieren - warum sollte ich mir dann die Filme angucken...

    Liebe Grüße
    Kanae~

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  7. Ich finde beides einfach langweilig und wenig unterhaltsam.

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  8. Ehm Entschuldigung aber wer gibt DIR eigentlich das Recht über mich zu urteilen ohne mich zu kennen?
    Finde es sogar recht dreist einfach so mein Link einzufügen, ohne mir vorher bescheid zu geben.
    War meine Meinung und ich habe (versucht) mich mit diesen Buch zu befassen, aber ich habe es nicht weitergelesen da ich es einfach nur abartig fand. Also vorher richtig lesen bevor man urteilt. Finde es recht unverschämt.

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  9. Entschuldigung,aber wer Feuchtgebiete mit Shades of Grey vergleicht,hat keines der beiden Bücher gelesen.
    Während Feuchtgebiete einfach nur widerlich udn abstoßend ist,ist Shades of Grey eine ganz andere Thematik und ich mag die Geschichte hinter dem ganzen SM. ;>

    J.

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  10. Ich finde beide Bücher sehr gut. Wobei ich finde ein direkter Vergleich is nicht wirklich möglich. Feuchtgebiete is halt doch nochmal perverser gehalten wie Shades of Grey, also vom Schreibstil. Im Kino werde ich mir auf jeden Fall SoG anschauen, Feuchtgebiete werde ich mal schauen wenn er auf DVD is, bin mir nicht sicher ob ich dafür Geld ausgeben will :D

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