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29. September 2012

Bundesvision Song Contest 2012 ODER Rappen wir um die Wette

Ich hatte mir diesen Freitag extra frei genommen, weil ich einen Termin um 19 Uhr hatte. der wurde aber leider abgesagt.
Also, was tun an einem freien Freitagabend?
Ich habe ein paar alte Freundinnen angerufen und eine hatte Zeit, wollte aber unbedingt den Bundesvisionsongcontest gucken. Ach, den gibt es noch? Seitdem Raab sich auch mit Oslo und Baku wieder dem Grandprix d'Eurovision de la Chanson zugewandt hatte mit Lena und dem anderen Typen, der gewonnen hat, habe ich den Bundesvision Songcontest gar nicht mehr wahrgenommen. Aber ohne Fernsehen bekommt man auch einfach nichts mehr von Woks, Stockcars oder Turmspringen mit. Meist wird man nur auf der Arbeit oder in der Uni gefragt: "Habt ihr am Wochenende die TV Total xyz gesehen." Nö ...
Schlag den Raab habe ich bislang auch nie gesehen, weil es das TV-Format erst gibt, seit ich keinen Fernseher mehr besitze.

Okay, Bundesvisionsongcontest war bislang immer ganz gut, um neue Bands zu finden, die einem gefallen könnten.
Begonnen hat die Show mit Seeed als Eröffnungsact und ich muss zugeben, dass das Lied "Beautiful" mal gar nicht so toll war, wenn auch die instrumentale Begleitung stimmte.
NRW trat mit Luxuslärm an. Deren Song erinnerte mich allein vom Titel her an "Like the way I do" von Melissa Eldrigde. Der ganze Song wirkt wirklich extrem abgekupfert davon, was ihn aber nicht unbedingt qualitativ besser macht. Und dieser pseudorockige Klang ... das tut in den Ohren weh! Die Band war schon vorher nicht mein Fall, aber der Song ist im Nachhinein betrachtet vielleicht noch einer der besten Songs gewesen. Hätten vielleicht alle ihre Songs schreiben sollen anhand von "Vorbildern", die täglich durchs Radio dudeln? Bundesvision-Abkupfer-Contest.
Natürlich, man kann nicht das Rad mit einem Song nicht neu erfinden, aber dann doch lieber Bodo Wartke mit der Säge oder "Tanz den Bibo" von Olli Schulz. ("Wir fahren in den Heidepark, du Spacken!" - Ja, seit ich ab und an in einer Uni-Arbeitspause mit Kopfhörern Neo Paradise in der Bibliothek gucke + höre, bin ich noch ein größerer Fan von Olli Schulz geworden, den ich schon vor dem beigen Album kannte, weil Hamburg meiner Heimat ja nicht fern ist.)
Chris Cosmo für Hessen war eintönig, aber okay. Das Originellste war wahrscheinlich noch der Songtitel "Herzschlag" an sich. Die Hookline hängt einen nach einer Minute spätestens zu den Ohren raus. Ich bin auch kein Fan von der Stimme des Sängers. Aber trotzdem war es okay. Naja, zumindest kein Hiphop.
Thüringen mit Maras April war auch ebenso okay, aber ebenfalls nicht überragend. Aber zugegebenermaßen geht "Himmel aus Eis" ein wenig ins Ohr. Klingt ein bisschen wie ein Beitrag beim Vorsingen für die Gesangsschule. "Ich hab mal etwas Selbstgeschriebenes mitgebracht." Und wahrscheinlich ist ihr Vorbild Joy Denalane.
"1000 Meilen" von Pickers (eigentlich aus Berlin, aber der Schlagzeuger stammt aus Rheinland-Pfalz, daher treten sie fürs letztere Bundesland an) tut hingegen eher in den Ohren weh. Klingt wie Kaiser Chiefs mit ein bisschen Mando Diao auf Deutsch. Noch immer einer der besten Songs. Nur der Refrain nervt. Mit besseren Refrain hätte der Song Potenzial zum Ohrwurm.

Bayern mit Fiva und dem Phantom Orchestra hätten den Text lieber bei einem Poetry Slam vortragen sollen, denn musikalisch war das eher für die Katz. So tut das eher in den Ohren weh. Ein Kumpel von mir ruft zu dem Zeitpunkt, während das Lied läuft, an und trifft es auf den Punkt: "Was für ein Scheiß ist das denn!?" Als Musikvideo hätte ich es wohl auch nach dem ersten Refrain weggeklickt.
Brandenburg? Mellow Mark feat. Nina Maleika mit "Bleib bei mir". Kaum der Rede wert. Max Herre meets 1000x berührt. Klingt so, als würde es nicht passen? Tut es auch nicht. Vielleicht, wenn man genug von dem richtigen Zeug geraucht hat und es als Reggae wahrnimmt.
The Love Bülow aus dem landschaftlich schönen Mecklenburg-Vorpommern mit "Nie mehr". Gute Musik, aber nur dazu zu singen wäre die bessere Fall gewesen. Die Stimme des Sängers ist schön, aber Kinders, Linkin Park ist out. In einem solchen Song hat kein Sprechgesang was verloren.
Vierkanttretlager, Schleswig-Holsstein. Es gibt bessere Songs von der Band, die ich durch das Deichbrand 2012 kenne. Dieser ist ein bisschen eintönig. Aber zumindest kein Sprechgesang. Irgendwie erinnern sie mich an Madsen in ruhig. Und das ist doch knuddelig, oder?
Die Orsons feat. Cro mit "Horst und Monika" fürs mir gänzlich bekannte Saarland. Mein liebster Song des Abends, lustig und mit schönen Klang, der natürlich überragend ist, aber ein Highlight des Abends. Wer so blöd ist, und den Songtext zu ernst nimmt, hat wohl noch nie Ärzte gehört. Aber warum Horst? Da gibt es schlimmere Namen, die man verunglimpfen kann.

Johanna Zaul mit dem "Sandmann". Den von E. T. A. Hoffmann mag ich. Johanna hingegen war stets darum bemüht, einen guten Song über den Sandmann zu schreiben. Naja, zumindest der Refrain klingt nicht ganz so nach Pupu. Aber warum macht sie einen auf Falco mit dem Pseudohicksen. War das überhaupt Falco?
Niedersachsen präsentiert die Band Ich Kann Fliegen mit dem Song "Mich kann nur Liebe retten". Mein Bundesland. Muss ich mich nun schämen oder nicht? Ein bisschen schämen, weil das Lied ein rezeptfreies Einschlafmittel ist. Ich glaube, dass wir noch nie einen langweiliges Lied für Niedersachsen hatten. Und die Chöre im Hintergrund ... 30 seconds to Mars, 2. Album, This is war ...
B-Tight für Berlin, einige bei uns verlassen aus Protest die Wohnstube.Ich weiß nicht, was mir bevorsteht. "Hat B-Tight zu viel Rock geschluckt?" Okay, anscheinend hat er mal ein bisschen Kid Rock oder H-Blockx gehört. Der Sound war gut, klang halt H-Blockx. Nur B-Tights Text dazu hätte nicht sein müssen.
Schné, Bremen, "Alles aus Liebe". Nena auf Helium, Fremdschämen für den Text. Vielleicht haben sie ja bessere Songs. Kein weiterer Kommentar.

König Boris als Der König tanzt aus Hamburg für Hamburg. Im Herzen bin ich ja auch eine Hamburgerin. Boris sieht aus wie eine Mischung aus Kiss und Alex aus Clockwork Orange.
Über den Song kann man negativ sagen: Total sinnloser Text. Positiv gesehen empfinde ich ihn  in der Tradition der  experimentellen Lyrik, bei der es um eine allgemeine Sprachskepsis geht, die nach dem zweiten Weltkrieg auftrat. Verständlich, denn in Deutschland war während der Zeit des Nationalsozialismus die Sprache für Propaganda missbraucht worden. Da ist es nur logisch, den Sinn von Worten in Frage zu stellen und der Sinnlosigkeit Ausdruck zu verleihen. So wäre es doch nicht schlecht, sich die Sinnentleerthalt als gewollt vorzustellen. Wenn wir uns den Text ansehen, kann man sich höchstens bei Ernst Jarndl ab und an nicht die Frage stellen, was uns der Autor damit sagen wollte. Vielleicht auch eine Kritik an der Großstadt?
Laing treten mit "Morgen immer müde" für Sachsen an. Sagen wir es so: Morgens finde ich das Lied persönlich kacke, abends auch. Vor dem Essen, nach dem Essen und dazwischen auch.
Xavas für Ba-Wü. War klar, dass die gewinnen werden. Wer Xavier Naidoo im Gepäck hat, kann nur gewinnen. Da hätte Herr Naidoo auch einfach die aktuelle Tageszeitung vorsingen können. Vielleicht wäre das sogar besser gewesen, denn eine Tageszeitung hat teils bessere Textbeiträge als dieser Liedtext.

Mein Platz 1 ist Platz 11 (1000 Meilen) geworden, außerdem mochte ich Platz 5 (Saarland, lustig) und 6 (die knuffigen Jungs aus dem Norden).

Subway to Sally, In Extremo, Ooooooomph, die anderen zwei Drittel von Fettes Brot oder Peter Fox ohne Seeed, aber mit Orchester, wo seid ihr gewesen?
Nächstes Jahr muss ich hoffentlich an diesem Abend arbeiten.

Kommentare:

  1. Ich habe mir das dieses Jahr nicht angeschaut. Schon als ich in der Vorschau was von Xavas gehört habe, war klar wer gewinnt und somit waren das meine Abendgestaltung nicht wert xD

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  2. Huhu :)
    Ich habe die Show nicht komplett gesehen, aber da ich seit Jahren Fiva MC-begeistert bin und ich das neue Album wirkliche feiere, musste ich zumindest dafür reinschauen. Ich fand Fivas Auftritt richtig toll. Das Lied ist aber sowieso schon seit das Album erschienen ist mein Ohrwurm.
    Die Pickers kannte ich vorher nicht, aber die fand ich ebenfalls nicht schlecht.
    B-Tight, Orsons und Cro finde ich ganz nett. Ich stehe allerdings auch auf Deutschrap.
    Habe die Sendung nur bis zum B-Tight-Auftritt verfolgt, daher kann ich nicht zu Allem etwas sagen. Den Rest fand ich aber tatsächlich eher nicht so toll.

    Die Orsons haben den Namen "Horst" übrigens nicht einfach so ausgewählt: http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2012-09/monika-und-die-orsons-wer-a-sagt-muss-nicht-b-sagen/

    Liebe Grüße
    Erbse

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