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29. Juni 2012

Die Wutsurfer und ihre Art der Kritik?

Vorab: 
Dieser Text ist nicht wissenschaftlich, daher keine Belegarbeit oder Fußnoten. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man im Bereich Soziologie/Anthropologie/Kulturwissenschaften durchaus eine Arbeit zu diesem Thema schreiben könnte.
Aufgrund meiner Beobachtungen seit Mitte 2008 habe ich einfach nachgedacht über die Enthemmtheit im Internet (anders als Descartes, der meint, man muss von Grund auf neu denken) einfach diese Erfahrungen mit anderem Wissen verknüpft.
Entstanden ist meine Beobachtung des Wutsurfers, einem Phänomen, dass man viel bei Youtube, aber auch (wenn auch weniger oft) auf Blogs findet und auch in öffentlichen Netzwerken, wo man über die Selbstdarsteller (= jede Person, die sich im Internet selbst darstellt durch Fotos, Text, Videos etc. - also quasi jeder der im Internet agiert) diskutieren kann.

Natürlich fragt ihr euch als Erstes: Wutsurfer? Was ist das?
Genau das ist das, was ich mit dem Titel erzeugen wollte.
Es ist eine Eigenschöpfung, die sich von dem Wort Wutbürger ableitet und sich so erklären lässt:

Während es in anderen Ländern von ihrer allgemeinen Mentalität her völlig normal ist, auf Straße zu gehen und demonstrieren bei heiklen, sozialsystembezogenen Themen  Rentenkürzungen, Erhöhung des Renteneinstiegalters, Kurzarbeit oder Lohnkürzungen, wird seit einigen Jahren in Deutschland bei vermehrten  oder sehr durch die Medien in Szene gesetzten Protesten  abwertender Begriff Wutbürger, der ja auch mit konservativen Spießbürgern in Verbindung gebracht wird, die mit der Politik nicht mehr zufrieden sind.


Daran knüpfe ich in gewisserweise an, denn das entspricht  dem Klischee, Deutsche seinen überordentlich und penibel und nutzen aufgrund dieser Ordnungsliebe auch gerne jeden Anlass zum Meckern. Ob das Klischee stimmt oder nicht, bleibt fraglich.
Nun haben wir im Internet schon seit Jahren das Phänomen der Hater, von denen viele auch offen zugeben, dass se andere im Internet flamen wollen. Dies ist natürlich kein deutsches, sondern  ein globales Problem der Ethik und Moralvorstellungen im Internet.

Was ich allerdings oft seit Mitte 2008 regelmäßig unter deutschen Videos bei YouTube und auch manchmal als Kommentar auf Blogs jeder Art lese, sind nicht nur diese typischen, flachen Beleidigungen, denen man anmerkt, das ein Mensch schnell angestaute Aggressionen abbauen will. Es gibt auch viele, die ihrer Meinung nach Kritik üben und sich gern lange und ausschweifend dazu rechtfertigen, aber dennoch nicht von ihrer Aufgangsposition abweichen.
Das ist für mich das Phänomen Wutsurfer.
Widersprechen andere Kommentartoren und behaupten beispielsweise, der Wutsurfer sei neidisch oder stelle Dinge falsch dar, werden sie meist mit den Argumenten abgewehrt, dass sie dem Blogger oder Youtuber in den Arsch kriechen wollen. Sowohl Arschkriechen als auch "Du bist doch nur neidisch" sind aber zugegebenermaßen keine gute Ausgangslage, aufgrund dessen man vernünftig Diskutieren kann.

Hater werden oft so dargestellt, dass sie gezielt beleidigen wollen.
Wollen Wutsurfer das auch?  
Wollen sich diese Leute einfach aufregen, weil YouTube oder Blogs ausreichend Gründe für sowohl angemessene als auch unangemessene Kritik liefern?

Und warum behaupten diese Menschen aber sie wären keine Hater und ihre Aussagen wären nur Kritik?
Allgemein fällt jedenfalls auf, dass viele behaupten, sie würden nicht beleidigen, sondern nur kritisieren. Das wäre ihr Recht und der Blogger oder Youtuber (eigentlich jeder, der sich im Internet selbst darstellt) ist selbst daran Schuld, wenn er sich der Öffentlichkeit präsentiert.
Manche kritisieren allerdings in einem negativen Grundton, teils auch Beleidigungen, auf Kritik zu ihren Kommentaren folgt kein Eingehen auf die Gegenargumente, sondern beispielsweise

  • "Du willst der Person nur in den Arsch kriechen. Du brauchst sie nicht verteidigen, sie soll sich selbst äußern."
  • "Du hast nicht genau gelesen/zugehört. Du verstehst es gar nicht."
  • Irgendwelche abfälligen Bemerkungen

Es stellt sich außerdem die Frage: MUSS sich der Blogger/Youtuber überhaupt für diesen Menschen rechtfertigen?
Hat er eine "Vorbildfunktion" und muss sich genau überlegen, was er veröffentlicht und was er lieber nicht öffentlich zeigt (Rauchen, Persönliches, Konsum von teuren Dingen)?


Ist das Thema hier in diesem Blogpost Beleidigen vs. Kritik? 
Nein, das Thema ist für mich die Frage, warum die Wutsurfer da sind.
Ihrer Meinung nach kritisieren sie und hassen es, mit Hatern gleichgesetzt zu werden, viele halten sie aber für nichts anderes als Hater.


Meine Frage ist, ob die Wutsurfer ernst genommen werden wollen mit ihrer Kritik und dies ihr Verständnis von kritisieren ist, also für sie Kritik nicht unbedingt konstruktiv sein muss.
Oder schreiben sie von Anfang an bewusst, um  Diskussionen und Kontroversen zu provozieren?

Kommentare:

  1. Für mich gibt es keine Hater oder Wutsurfer, wie du sie nennst.
    es gibt nur Leute, die sich konstruktiv an der Gesellschaft beteiligen und solche, die es nicht tun und meiner Meinung nach Kriminelle sind.

    Beleidigung ist kein Kavaliersdelikt. Sie verstoßen gegen das Grundgesetz, da die Würde des Menschen unantastbar ist.
    Für mich gehören sie angezeigt, weil sie gegen geltendes Recht verstoßen und andere in der Öffentlichkeit, also auch im Internet, beleidigen.

    Problem ist aber die Anonymität im Internet, da sinkt bei vielen die Hemmschwelle.

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  2. Die, die nur meckern wollen un provozieren, sind Hater.
    Die anderen, denen es wirklich ums Thema und die Diskussion geht, haben vielleicht einfach nie gelernt, was konstruktive Kritik ist?

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  3. wen interessiert es?
    Ich gebe einen scheiß auf youtuber, blogger und auch auf hater - habt ihr alle zu viel Zeit?

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  4. ;) Und schon hast du sie wieder da...
    Gerade bei dem Kommi um 14:55 frag ich mich: aber du hast Zeit um Blogs zu lesen und derartige Kommis zu hinterlassen?!? Pfff...

    Zum Thema an sich muss ich gestehen, dass ich keine wirkliche Meinung dazu habe. Den Begriff "Wutsurfer" kannte ich noch gar nicht und "Hater" lasse ich persönlich links liegen. Das meiste davon kann ich gar nicht ernst nehmen.
    Eigentlich traurig, dass es so viele Menschen gibt, die es nicht anders schaffen ihren Frust zu bewältigen.

    Liebe Grüße und ein schönes WE! =)

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  5. @Papsa: Der Begriff stammt ja auch von mir. ^^ Allerdings weiß ich nicht, ob es diese Wutsurfer gibt oder es einfach zum einen Hater sind, zum anderen Kritik ausübern wollen, aber es auf die falsche Art versuchen, wie Lena auch ganz gut kommeniert hat.

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  6. hihi, köstlich, dass es gleich unter dem artikel eine live demonstration zu dem thema gibt :D.

    traurige wahrheit ist, dass menschen, die sich in der sicherheit der anonymität wiegen, zu sehr vielen unschönen dingen fähig sind - und nicht nur im internet!! abgründe finden sich in jedem einzelnen von uns, manche überschreiten halt mal gerne die grenzen dazu. hier im internet wirkt ignorieren wahrscheinlich immer am besten.

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