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12. Mai 2012

Internet als eine scheinbar gesetzfreie Zone?

In letzter Zeit häufen sich Seiten, wo Blogger/innen oder andere Menschen, die sich im Internet präsentieren
Da solche öffentlichen Beleidigungen einfach nicht in Ordnung sind, kann ich nur verstehen, dass eine der Betroffenen Anzeige erstattet hat. Wir würden das genauso an ihrer Stelle tun, oder?

Mit Fakern hatte ich bislang nie Probleme und wenn es um Beleidigungen geht, dann eher, weil Menschen gerne Dinge in meinen Schreibstil rein interpretieren oder ihn als dogmatisch ansehen.
Das müssen sie nicht, da ich die Subjektivität in Person sind, aber ich kann sie nicht daran hindern.
Kürzlich wurde bei Facebook auch ein einfaches Fragezeichen unter einem verirrten Blogpostlink schon als Beleidigung aufgefasst, was ich nicht so ganz nachvollziehe, aber akzeptiere, wenn die Person meint, dass sei schon beleidigend.

Aber warum nehmen viele Leute so etwas locker?
An meiner Schule wurden vor einigen Jahren fast ein Dutzend Schüler von der Schule geworfen und an andere Schulen versetzt, weil sie beleidigende Inhalte über eine Mitschülerin auf einen Blog online gestellt haben. Einige von ihnen wurden auch angezeigt von dem Betroffenen, die sehr psychisch unter diese damals neuartige Art der öffentlichen Bloßstellung litt.
Natürlich, Mobbing ist so alt wie die Menschheit, aber im Internet erreicht es eine ganz neue Dimension, denn man kann Leute beleidigen, die man nicht kennt und Menschen, die man kennt, öffentlich und jedem ersichtlich bloßstellen kann ohne selbst Konsequenzen tragen zu müssen. Das hat sicherlich besonders für Jugendliche ihren Reiz, die ihre Grenzen austesten wollen. Seiten wie "I share Gossip" haben dies im letzten Jahr bewiesen. Einen viel besseren Bericht als meinen Einwurf zu dem Thema findet ihr allerdings bei Spiegel online: http://www.spiegel.de/schulspiegel/mobbing-im-internet-share-dich-fort-a-753034.html


Kommen wir zurück zu dem Thema Blogger/Youtuber-Mobbing:
Viele scheinen nicht so bedacht und vorsichtig mit dem Internet umzugehen, wie ich eigentlich immer denke.
Natürlich, hier ist es schön anonym, man kann in eine andere Rolle schlüpfen.
Begeht man aber eben Verrechen - seien sie groß oder klein - muss man damit rechnen, für die Leichtsinnigkeit seines digitalen Handelns im analogen Leben zu büßen.

Und ehrlich? Auch für die Opfer ist es doch nicht schön, wenn bei massiven Beleidigungen sie einfach nach der Devise handeln "einfach ignorieren". Bei Kommentaren unter einem Blogpost, okay, sowas kann man löschen. Aber würde ich einen hasserfüllten Blogeintrag über mich irgendwo finden, dann wäre das schon eine andere Dimension als einfach nur ein beleidigender Kommentar bei Youtube, Blogger, Facebook oder anderswo.
Bei Gesichtserkennungssoftwares und ähnlichem möchte ich persönlich nicht, dass beispielsweise potenzielle Arbeitgeber, bei denen ich mich bewerbe oder ähnliche Menschen, die nach mir suchen, beleidigende oder gefakte Inhalte über mich finden. Das will ich genauso wenig wie freizügige oder betrunken wirkende Bilder von mir im Internet zu finden.

Eigentlich ist es traurig, dass Menschen von anonymen Fakern oder Mobbern angegriffen werden, weil sie sich öffentlich im Internet zeigen. Ob und wie man sich im Internet darstellt, sollte jedem selbst überlassen sein, aber angestaute Frustrationen sollte man auf andere Weise als per Internetmobbing loswerden.

Kommentare:

  1. Online-Mobber fühlen sich ja in erster Linie sicher, weil man ihre Identität meistens nicht selbst herausfinden kann. Wir haben da einen gewissen "Komfortbereich" in dem sich der Mobber gemütlich hinlümmelt und seiner Tätigkeit nachgeht.

    Beleidigende Kommentare kann man noch übersehen, finde ich. Löschen oder gar nicht erst freischalten. Ich halte es auch für wichtig, einfach nicht weiter drauf einzugehen. Ebenso wenig würde ich auf Mobber im Teenager-Alter geben. Das mag jetzt hart klingen, aber die sind halt auch oft nicht so weit entwickelt. Ist ja auch verständlich, sie sind ja jünger. Man kann über die Mindermenschlichkeit einer 16-jährigen viel eher hinweg sehen, als über jemanden in meinem Alter. So zumindest meine Meinung. Ich bin ja nicht gute 27 geworden, um mich noch über ein Schulkind aufzuregen. Da muss man irgendwo auch eine Grenze der Notwendigkeit ziehen.

    Alles was in eine wirkliche Hasstirade ausartet, sollte man aber wirklich vor die Polizei bringen. Insbesondere wenn es z.B. deiner (künftigen) Karriere schadet.
    Wir wissen ja alle, dass Chefs und Personaler ihre Bewerber gerne mal googlen.
    Ansonsten muss da wohl jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Schimpfen noch erträglich ist. Wo das "Lass die halt reden" in ein "Ich trau mich nicht mehr unter Leute" umschlägt.

    Das wirklich Traurige ist ja aber, dass das Internet nochmal deutlicher zeigt, wie missgünstig, fies und verbittert manche Leute sind. Sie sind es ja auch, wenn sie es nicht im Netz verbreiten, haben so aber noch eine Möglichkeit mehr das auch zu zeigen. Ist das nun ein doppeltes Armutszeugnis?

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