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7. Oktober 2012

Anorexie vs. Magerwahn vs. Zügellosigkeit

Vielleicht trifft es so das Thema:
Wir leben im Überfluss in der westlichen Welt und ersticken quasi in unseren eigenen Lebensmittelbergen. Lebensmittel sind heutzutage nicht nur lebenserhaltend, sondern auch Luxusgüter, eigentlich Unnützes wie Actimel, Fruchtzwerge oder isotonische Wässerchen mit Vitaminzusätzen werden  uns von der Lebensmittel als besonders gesund angespriesen, damit wir
Und wir kochen, backen und schnibbeln um die Wette, um im Web 2.0 zu zeigen, wer das schönste Eyecandy Food macht und denken dabei nicht an Kalorien oder woher die Eier aus dem Fertigkuchen stammen, den wir für unsere Cake Pops gekauft haben, um Zeit zu sparen.
Wie gesund unser Essen ist, welche Inhaltsstoffe dort enthalten sind oder die ethischen Aspekte? Die scheinen sekundär zu sein.

Dann ist da aber das Ideal, dass uns tagtäglich in Medien aller Art vermittelt wird. Die neusten Diäten und Lästereien, welcher Star pummelig geworden ist und welcher Star durch harte Disziplin wieder seinen Traumbody hat. Und wenn eine dicke Frau erfolgreich ist wie Beth Ditto oder Adele, dann ist es immer irgendwie etwas ganz Besonderes. Aber wie bei Amy McDonald oder Jennifer Hudson kann es auch sein, dass diese uns2013 oder 2014 mit Größe 38 entgegenstrahlen und das neuste Werbegesicht für irgendeinen neuen Abnehmtrend sind.
Eine schöne Frau sollte zwar nicht superknochig sein, aber Speck ist etwas Schlechtes und wenn man eine dicke Person etwas Ungesundes essen sieht, hält man sie gleich für maßlos.

Im Winter 2010/2011, der ja wirklich extrem kalt war, ging ich in einem Zwiebellook mit mindestens 5 Lagen in einen s.Oliver Store in Hamburg, die bekannterweise bis Kleidergrlße 48 führen. Die Verkäuferin begrüßte mich mit den Worten, dass ich hier falsch sei und doch zu Ulla Popken oder Moby Dick gehen sollte, weil sie keine Kleidung in meiner Größe führen. Okay, ich bin dick, aber so dick, wie ich an dem Tag erschien, war ich nun auch nicht. Meine Freundin und ich hatten einen kleinen Lachanfall und gingen in einen Laden, wo man uns nicht so unfreundlich behandelte.
Bislang wurde ich eigentlich selten diskriminiert, weil ich dicker als andere bin und wenn, dann auf einem Niveau bei dem ich sagen kann, dass es mich nicht kratzt, dass diese oder jene Person über mich dieses oder jenes denkt.
Aber ich kenne auch andere Leute, die wirklich Probleme mit ihrer Figur und litten, introvertiert sind und die das Mobbing in der Jugend geprägt hat. Kinder und auch Jugendliche können manchmal so grausam sein ...

Wie ich darauf gekommen bin?
http://vscreams-wonderland.blogspot.de/2012/10/tabu-thema-anorexia.html

Fett sein ist heute einfach.
Guckt euch im Supermarkt um. So viele verarbeitete Lebensmittel und so lange Zutatenlisten. da ist es klar, dass wir mit diesem Snack, dem Popcorn im Kino oder jenem Frappuchino  Hunderte von Kalorien zu uns nehmen und das mal eben eine Pizza in den Ofen schieben heißen kann, dass man die halben Kalorien, die man am Tag braucht, damit innerhalb von 10 Minuten zu sich nimmt.
Hilft es also vielleicht, bewusster zu essen?
Oder ist die Gehirnwäsche der Lebensmittelindustrie zu stark?
Darf man eigentlich heute dick sein und ab wer setzt da die Grenzen, ab wann einer nicht mehr schön ist?

Anorexie ist eine Krankheit.
Viele stellen sich das immer so vor, dass die bösen, bösen Medien Schuld sind, aber von Bekannten von mir, die wirklich darin litten oder leiden weiß ich, dass es oft viel mehr ein Spiel mit der Kontrolle ist.

Der Magerwahn ist ein Ausdruck des heutigen Körperkults, hat so in etwa Richard David Precht in einem Interview für das ZDF 2009 gesagt. Dieser Satz blieb bei mir hängen, weil er schlichtweg wahr ist. Der Druck, gut auszusehen ist hoch und es gibt viele berufliche Branchen, in denen das Aussehen von Bedeutung ist.

Wie ist eure Meinung zu dem Thema?
Wie empfindet ihr die heutige Gesellschaft und gibt es wirklich dieses Klischee, dass uns heutzutage dünn = gut, dick = schlecht eingetrichtert wird?

Kommentare:

  1. Danke für deine Kommentare :) dein Blog ist super, werde ihn jetzt öfters lesen!

    Viele liebe Grüße :)
    Leo ♥

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  2. aw...danke das dich mein Beitrag dazu bewegt hat dieses Thema anzusprechen :)
    Und ich finde auf jeden Fall, das schlechte Vorbilder, Falsche Eindrücke und und und.. sehr viel verantwortung übernehmen muss, das viele Mädels zu dünnn sind. Wie ich schon berichtet hab, man MUSS gesund essen, gesund leben usw. aber sich nicht gehen lassen.. aber mit Anorexie ist echt nicht zu spaßen.
    Sehr schönen Blog hast du noch dazu :)

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  3. Ich finde das Thema schwierig. Ich steh auf der anderen Seite, ich bin untergewichtig und würde eher sofort magersüchtig werden als fett zu werden. Das Problem ist, dass unsere Gesellschaft immer dicker wird und nach dick kommt fett. Für mich ist fett der zustand, in dem man sich nicht mehr korrekt bewegen kann. Das ist von mensch zu mensch verschieden, sicher. Aber wenn jemand immer kreise mit den beinen zieht, weil das standbein gerade im weg ist und das gehbein außen herum muss, dann ist das nicht gesund.

    Ich sehe den magerwahn oftmals als letzten Strohhalm, der viele Leute an ihre schlanke Figur kettet und sie davor bewahrt, auch fett zu werden.

    In dem moment, wo jemand sagt "ich bin gegen den magerwahn!" sehe ich eine welt vor mir, wo jeder hemmungslos wie ein hefekloß aufgeht. Und das kann ich nicht gut heißen. Ich bion in dem psychischen terror aufgewachsen "ey guck mal da, die fette sau!" und solche sprüche zu hören, auf gaaar keinen fall fett zu werden. Ich fühlte mich als teenie auch immer zu dick (auf fotos sehe ich aber, dass ich dünn bin. in meiner erinnerung bin ich dick, so wie ich mich fühlte). Das ist zwar nicht schön, aber dünn sein, das finde ich schön. Für mich ist es die einzige option. Und oftmals, wenn ich schlecht gepflegte dicke bvis fette sehe, die dahinwanken, die wie ein haufen auf einer bank sitzen, dann bewahrheitet sich mein inneres gefühl immer wieder. sowas kann ich nicht leiden und möchte ich nicht sehen. innerlich spreche ich diesen menschen, die so wabbelig daherkommen, auch ihre eigentlichen lebensfreude ab.

    Um nochmal auf die Feinheiten hinzuweisen: Ich rede von diesen schlimmen gesellen. Ich kenne genug dicke Menschen, meine eigener Opa, meine Cousine oder prominent hella von sinnen, beth ditto, die bewegen sich alle normal, die haben elan, die haben feuer, sind gepflegt, die sitzen aufrecht, die achten auch in gewissem maße auf ihr äußeres.
    Aber das gilt nicht für jeden. Und wenn ich in die Zukunft schaue, und da sehe ich in die USA, dann gruselt es mich stark.

    wie gesagt, das ist ein hoch sensibles thema. Und man könnte stundenlang debatieren, vor allem, weil jeder auf einem anderen standpunkt steht mit einer anderen geschichte. Das ist sehr interessant. Und ich glaube, wir werden niemals ein ideal finden, das für jeden super ist. Menschen sind nicht gleich. Und ich muss irgendwann akzpetieren, dass es diese fetten flatscher gibt, die keuchend auf der bank in der stadt sitzen und schauen wie ein Sleima.

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