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15. Juni 2012

Abtreibung - ein heikles Thema

Guten Morgen an diesem Freitag!
Nur noch eine Stunde lesen und packen und eine Veranstaltung, dann fahre ich wieder 6 Stunden Zug an die Nordsee ... Nicht die schönste Art, seine Zeit zu verbringen, aber gut, um für Uni zu arbeiten, sofern im Abteil keine Krawallmacher sind.

Kürzlich habe ich auf zwei Blogs etwas zu Abtreibung gelesen und dachte zunächst: Hui, das ist echt harte Kost.
Ich finde es ziemlich mutig, dass du über ein solches Thema schreibst, denn ich könnte nicht mal eben in fünf Minuten über ein Thema bloggen, dass ich selbst nicht von innen betrachten konnte und das ethisch und ideologisch vergiftet ist.
Es gib eigene und vorgefertigte Meinungen zu dem Thema  und ich könnte nicht sagen, dass Abtreibung im Allgemeinen aufgrund von XYZ gut oder schlecht ist.Abtreibung ist allein ein heikles Thema, weil es ähnlich wie bei Stammzellenforschung eine weitverbreitete, christlich geprägte Meinung gibt. Ich denke, dass die Phrase "Abtreibung ist Mord." viele Anhänger findet, aber kann man die Frauen, die sich gegen ein Kind entscheiden, gleich als "schlecht" abstempeln? Das würde ich nie wagen. Schließlich kennen wir die Hintergrundgeschichte nicht. Kann ich denn allgemein einfach so sagen, ich sei dafür oder dagegen, wenn ich selbst nicht weiß, wie es ist, als junge Frau - vielleicht durch Vergewaltigung oder gegen den eigenen WiIllen schwanger geworden, vielleicht ohne Vater, weil es ein Unfall war - selber vor dieser Entscheidung zu stehen. Ich denke, bei diesem Thema muss man wirklich von Fall zu Fall entscheiden.

Außerdem gibt es auch gesundheitliche Aspekte. Es gibt auch Frauen, die aufgrund von Krankheiten sterben würden, wenn sie ein Kind austragen. Diese Mütter bereuen es sicher und es ist sicher auch eineschwierig Angelegenheit, wenn man sich für sein eigenes Leben entscheidet und ein Kind abtreiben muss, weil man sonst selber oder im schlimmsten Fall beide sterben, aber ich glaube, man kann auf keinen Fall mit erhobenen Zeigefinger auf andere Menschen zeigen und sagen: "Du bist ein schlechter, böser Mensch, weil du abgetrieben hast."
Voreiliges Verurteilen hilft einen nie weiter.

Selbst, wenn man vergewaltigt wollte oder das Kind ungewollt ist, gibt es natürlich andere Alternativen wie zur Adoption freigeben oder es auch selber aufziehen, aber trotzdem muss jede werdende Mutter, die über Abtreibung nachdenkt, ihren eigenen Kampf kämpfen und sollte selbst darüber nachdenken, was für sie das Richtige ist.
Man kann sie durch Argumente versuchen, die Vorteile aufzuzeigen, warum sie das Kind bekommen sollte - viele Menschen können keine Kinder bekommen und warten darauf, Kinder zu adoptieren.
Aber einen Menschen, der vor einer solchen Entscheidung steht, verbal zu attackieren ist eher kontraproduktiv.

Was mich angeht? Ich lebe in einer festen Beziehung, aber im Augenblick kann ich mir nicht vorstellen, ein Kind groß zu ziehen und eine Familie zu gründen, bevor wir nicht dazu bereit sind, eine finanzielle Zukunft aufzubauen. Unsere Eltern haben auch mit dem Kinder kriegen gewartet, bis sie die finanziellen Mittel dazu haben und ich will darauf auch warten, da ich selbst in meinem Bekanntenkreis aus der Schulzeit erlebe, dass einige meiner Freundinnen es leider nicht schaffen, mit Kind den Berufeinstieg erneut zu schaffen. Das Mütter, die arbeiten, als Rabenmütter bezeichnet werden und Müttern es auch so schwer gemacht wird, überhaupt erst Arbeit zu finden ist sicherlich ein großes Problem in Deutschland.

Würde ich ungewollt schwanger werden, würde ich das Kind behalten. Derzeit bin ich in der Lage, nach der Schwangerschaft Arbeit zu finden, da ich nächstes Semester meine Bachelorarbeit schreibe. Wahrscheinlich würde ich dann das Studium ruhen lassen und versuchen, eine Arbeit zu finden.
Meine Eltern würden sicherlich das Kind ab und an ein Wochenende oder so nehmen (ich wohne 6-7 Stunden Fahrt von ihnen entfernt), aber meine Mutter würde ein Kind sicherlich nicht allein aufziehen und ich will ihr diese Bürde auch nicht aufzwingen.
Aber ich hoffe eher, dass alles nach Plan läuft und ich dann schwanger werde, wenn ich es möchte. Ich möchte definitiv Kinder. Derzeit wohne ich aber in einem Wohnheim, studiere und daher ist es noch nicht der richtige Zeitpunkt. In fünf oder zehn Jahren bin ich noch immer jung genug für ein Kind.

In meinem Bekanntenkreis kenne ich nur einen Fall von Abtreibung, die aus gesundheitlichen Gründen geschah. Vielleicht gibt es noch mehrer Fälle, von denen ich einfach nichts weiß, da das Thema ja so tabu zu sein scheint, dass Frauen es verheimlichen und sich schämen, wenn sie abtreiben.

Wie steht ihr zu dem Thema?
Habt ihr es vielleicht selbst im Bekanntenkreis oder anderswo mitbekommen?

Kommentare:

  1. Ich finde, ganz ehrlich: bevor man nicht selbst schwanger war sollte man darüber keine "feste Meinung" bilden... oder versuchen darüber zu schreiben.

    Weils einfach ZU komplex ist! Niemand, der nicht schwanger war, kann Gründe für oder gegen Abtreibung wirklich "nachvollziehen, da er/sie dieses Gefühl der Schwangerschaft einfach nicht kennt... natürlich kann man vorher auch eine Meinung haben, aber diese würde ich "unter Vorbehalt" angeben ;)

    Ganz davon ab: NIEMAND sollte einem Menschen deswegen verurteilen! Eben weil die Gründe so vielfältig sind - selbst ich als Mutter verurteile deswegen niemanden!

    Und zu dem perfekten Zeitpunkt: Es gibt nie einen perfekten Zeitpunkt für Kinder, NIE! Selbst wenn beide fest im Job stehen, ,Haus und Auto haben und dann "schwanger werden", kann noch so viel schiefgehen: Ein falscher Schritt, falsch gefallen und man ist querschnittsgelähmt, oder liegt im Wachkoma. Da nützen dann auch die größten Ersparnisse nichts... natürlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass soi ezwas passiert, sehr gering. Aber dennoch ist die Wahrscheinlichkeit da und allein deswegen gibt es keinen perfekten Zeitpunkt. Ich kenne zB auch genügend Mädels, die zwischen 16 und 18 schwanger wurden und trotzdem ihren Schulabschluss bzw das Abi haben, studiert oder eine Ausbildung gemacht haben, und, wer mags glauben, bessere Mütter sind als so manch 35-40-jähriges Karrieregeiles Weib, dass Kinder nur als "Statussymbol" sieht und seinem Kind keine Liebe entgegenbringt.

    Mal ganz davon ab, dass Kinder nicht so teuer sind, wie alle immer meinen (ich weiß ja, wovon ich spreche)... und in die Mutterrolle wächst jeder rein - niemand ist vor einer Schwangerschaft "reif" für ein Kind, egal wie alt man ist. Man wächst nach und nach rein, die Reife für ein Kind kommt erst.
    Ich kenne ein Paar, beide haben feste Jobs, scheinen nach außen sehr reif und erwachsen - dann kams Kind und zack, Kind wird den ganzen Tag über weggelegt und kaum auf den Arm genommen. Sowas ist auch kein Einzelfall... soll heißen: Reife hat auch nichts mit dem Alter zu tun.

    Was ich - um nochmal zur Abtreibung zurück zu kommen - allerdings persönlich nicht nachvollziehen kann, ist das "ich treibe ab, wenn das Kind behindert ist". Mal ganz davon ab, dass viele Diagnosen im Vorfeld falsch gestellt werden, was Behinderungen angeht (dh man stellt sich zB auf Trisomie 21 ein und das Kind kommt kerngesund zur Welt!) - Kinder müssen nur unglücklich von dem Klettergerüst fallen und sitzen dann ihr Leben lang im Rolsltuhl oder liegen im Wachkoma... DANN würd sie natürlich niemand weggeben. Aber vorher so einem Wesen das Leben zu verwehren, tun dann wieder viel und dass finde ich persönlich sehr kurzsichtig...

    Nicht desto trotz verurteile ich deswegen niemanden - meine Stiefmutter hat auch einmal abgetrieben, ich liebe sie trotzdem sehr und respektiere sie. Mal ganz davon ab, dass sie auch nach 30 Jahren immer noch psychisch daran zu knacken hat und sie ist bei weitem kein psychisch angeschlagener oder "schwacher" Mensch...

    Nun ja - ich finde das Thema schwierig und denke, dass da viele viel zu sehr in "schwarz und weiß" denken, wenig differenzieren und sich eben aufgrund fehlender Schwangerschaft nur schwer eine Meinung bilden können...

    Ich kenne immerhin 2 Mädels, die vorher immer sagten: Wenn ich vor 30 schwanger werde, treiebe ich ab! ... und heute? Beide sind 24 und schon Mütter ;) von daher...

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  2. Es ist tatsächlich ein sehr heikles thema und nicht in 5 minuten abzuhandeln, genau wie du es beschreibst. meiner meinung nach sollte es jeder frau vorbehalten sein, entscheidungen frei treffen zu können wenn es um ihr leben und ihren körper geht. religiöse einstellungen sollten dabei ebenfalls nur eine rolle spielen, wenn die frau selbst sie hat und dadurch ihre entscheidung beeinflusst wird. ein kind sollte doch wenn möglich in eine umgebung geboren werden, in der es erwünscht und geliebt ist, was voraussetzt, dass man sich dafür entscheiden kann ob man sich ein kind wünscht und es lieben möchte.

    ich wünsche dir jedenfalls, dass bei dir alles nach plan läuft :) alles liebe!

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  3. Also fass es bitte nicht böse auf, dass ich geschrieben habe, "ohne Schwangerschaft kann mans nicht beurteilen bzw keine 100%ige Meinung bilden".

    Ich denke, du weisst, wie ich es meine ;)

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  4. Hey, ja das Orange verschwindet wirklich auf der Haut. Allerdings ist meine leicht gebräunt, ich kann dir also leider nicht sagen ob es bei blasser genau so ist.

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  5. da ich selbst biologie studiere, gehe ich ein wenig anders an das thema heran. ich sehe eine abtreibung im korrekten zeitraum nicht als mord, tötung, etc., weil das lebewesen einfach noch nicht selbstständig überleben könnte und somit außerhalb der mutter kein leben führen könnte.
    ich selbst kann mit hoher sicherheit sagen, dass ich, würde ich momentan schwanger werden, das kind definitiv abtreiben würde. ich bin zur zeit nicht in der lage, für ein kind zu sorgen, sowohl zeitlich als auch geldlich. sollte ich irgendwann ein kind haben wollen, will ich dem kind eine sichere zukunft bieten, d.h. ich will bspw. nicht jedes mal überlegen müssen, wenn das kind im supermarkt etwas bestimmtes haben will, ob ich mir das überhaupt leisten kann. für mich ist es in der heutigen zeit wichtiger, wie ein kind aufwächst, in welcher umgebung und was es dadurch für grundvorraussetzungen für sein leben bekommt, als auf teufel komm raus ein leben in die welt zu setzen, um dann nicht zu wissen, wie ich es (nach meinen richtlinien) lebenswert am leben erhalten kann.
    natürlich hat da jeder seine eigene meinung und es gibt kein falsch oder richtig. das ist klar. deswegen ist es natürlich um so interessanter, die verschiedenen meinungen zu dem thema zu lesen.
    lg, arina

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  6. Ich finde es mutig, dass du über dieses Thema schreibst- und das mag ich an dir. (:

    Grundsätzlich sollte man da niemals schwarz-weiß denken. Solange man bei jedem Geschlechtsverkehr nicht denkt " Ach is egal, wenn ich schwanger werde, treibe ich einfach ab", ist es okay. Für gewöhnlich hat da jeder seine eigenen Gründe.

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  7. Heikles Thema, wirklich. Man sollte eine Frau selbst entscheiden lassen, was sie mit ihrem Körper macht. Ein Mann kann sich vor dieser Verantwortung drücken, eine Frau eben nicht. Man weiß nie, wie das Kind entstanden ist, ob es eine gute Zukunft erwartet, ob die Mutter es z. B. lieben kann. Jeder Mensch sollte das für sich entscheiden und nicht darüber richten...

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  8. *schultern zuck* wenn ich in so einem moment nicht abtreiben würde, wäre das körperverletzung am kind. ich bekomme mit ziemlicher sicherheit ein behindertes kind, weil es zu stark mit ziemlich üblen chemikalien exponiert wird.
    ich müsste das zeug erst mal langwierig ausscheiden, dann könnte ich es erst verantworten, nachwuchs zu bekommen.
    wenn schon gene weitergeben, dann aber auch korrekt.

    ich dachte eben beim überschrift lesen "*augen roll* man muss nicht über ALLES bloggen", aber dein posting finde ich ganz vernünftig.

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  9. @arina90: Zu dem Überleben, da gabs mal eine interessante ethische Diskussion zwei amerikanischer(?) Ethiker (finde den Link grade nicht).
    Denn ein Mensch ist auch nach der Geburt vollkommen auf seine Mutter angewiesen, somit würde es auch außerhalb des Körpers sehr schnell sterben, wenn sich niemand um das Kind kümmern würde - auf Grund dessen müsste man, wenn man Abtriebung nach deinem Standpunkt "durchführend" würde, es auch nach der Geburt durchführen dürfen.

    Das ist natürlich Quatsch, niemand der bei Sinnen ist, tötet sein geborenes Baby! Aber vom Prinzip her käme es auf das selbe raus, wenn man nach der Argumentation (außerhalb des Mutterleibs nicht lebensfähig) handelt.

    Diese ethische Diskussion bzw "Anregung" fand ich eben deswegen so spannend und wollte das anmerken, da ja sehr viele sagen "Das ist dann und dann noch kein Lebewesen, weil es nicht außerhalb des Mutterleids überleben könnte". Wenns danach geht, müsste man die Abtreibung gesetztlich gesehen bis zur 27. SSW hin erlauben - denn erst ab dann kann ein Kind theoretisch von den Organen her "außerhalb überleben". Dennoch ist es auch dann vollkommen auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen - wie eben auch ein Neugeborenes. Oder auch ein Baby/Kleinkind.

    Aber du hast Recht: Es gibt kein Richtig und kein Falsch!

    Abtreibungsgegner sagen: "Man kann einem Menschen das Recht auf ein Leben nicht verwehren! Man darf nicht Gott spielen!"

    Abtreibungsbefürworter sagen oft: "Und was, wenn dieses Lebewesen gar nicht leben wollte? Man spielt auch Gott, indem man es in die Welt setzt!"

    Die "Wahrheit" liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Letztlich muss es jeder mit sich selbst ausmachen und sich selbst gegenüber verantworten können.
    ich könnte das nicht.

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