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30. Juni 2011

Die Rolle der Vegetarierin

Was für ein doppeldeutiger Titel .....

Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an dieses Video vom letzten Jahr.




Ich glaube, es gibt bis auf das Schminken-extrem-Video kein anderes Video von mir, wo so viel interessante, aber auch seltsame, müllige Kommentare zu finden sind.

Ich denke, das vegane und vegetarische Dasein ist ein genauso heikles Thema wie die Todesstrafe, weil dort viele einfach zur Subjektivität neigen und sich nicht in die Überzeugung anderer reinfühlen wollen oder können. Außerdem spielen bestimmte Überzeugungen eine Rolle, die nicht für jeden verständlich sind.

Ich bin auf dem Land augewachsen und schon im Alter von 3-6 gesehen, wie Hühner, Schweine oder Fische ausgenommen wurden. Lässt sich nicht verhindern, wenn in der Nachbarschaft einige Bauernhöfe, Metzgereien und natürlich jede menge Hobbyfischer sind und man neugierig ist und gucken will, was der Papi von der Freundin oder der Freundin grad so macht.
Irgendwie fand ich Fleisch schon immer ekelig, glibberig, komisch im Mund. Ich mochte auch lieber Karotten- als Fleischbrei. Ich hab vieles an Fleisch einmal und nie wieder probiert. Blutwurst zum Beispiel. EKELIG!!!! Allgemein habe ich jede Art von Streichwurst nur einmal und nie wieder probiert. das einzige, was ich einigermaßen regelmäßig als Kind gegessen habe, war Huhn. Das schmeckte nicht ganz so ekelig wie die anderen Sachen. Aber täglich Fleisch habe ich nie gegessen.

Dann kam der Tag X: Ich wurde dazu gezwungen, Scheinefleisch zu essen, weigerte mich und beschloss, dem Huhn endgültig zu entsagen.
So richtig habe ich dann von Mai bis Mitte Juni 2005 auch kein Fleisch mehr gegessen, aber es sollte dazu kommen, dass ich das letzte glorreiche Stück Fleisch am 10. Juni 2005 aß - 1 Streifen nach nassen Zeitungspapier schmeckendes Huhn von einem Hühnersalat von Mc Donalds. Furchtbar.

Meine Mutti, besorgt um meine Gesundheit, lernte schnell, was sie mir als laktoseintolerante Vegetarierin servieren musste, damit ich keine Mangelerscheinungen bekam. Da einige Personen in meiner Verwandschaft schon 30 Jahre und länger vegetarisch leben, ist es für meine Verwandschaft keine schlimme Sache, dass nun eine weitere dem Fleisch entsagt, denn es gibt eh immer ein vegetarisches und ein Fleischgericht bei Familientreffen und so lernte ich auch schon seit kleinauf, dass fleischlos auch leckere Gerichte zustanden kommen können.

Alles in allem lebe ich also friedlich als nicht-moralische Vegetarierin seit 6 Jahren.
Allerdings gibt es einige, die in meinem Bekanntenkreis immer wieder versuchen, mich zum Fleischessen zu bringen, weil sie mich für ein wenig anormal mit meiner Essbehinderung halten, da man ja angeblich nicht mit mir in Restaurants oder vernünftig für mich kochen könne. Das sind meist die Menschen, die auch glauben, dass eine Hochzeitssuppe mit Klösen vegetarisch sei. Also einfach lächeln, nicken und sich die Predigt anhören, die sie zu machen haben.

Allerdings nervt es mich ein wenig, dass bei Fleischessern in 90% der Fälle dieselbe Reaktion kommt.
Denn entgegen des Klischees, wir Studenten wären alle birkenstocktragende, vegane Müsli-mit-Sojamilch-Esser ist nur ein kleiner Teil meines Kommilitonen-Bekanntenkreises vegan und die 10%, die auf Fleisch verzichten, sind größtenteils Pescetarier, also Fisch- und Meerestieresser, die aber auf sonstiges Fleisch verzichten.

Sobald es irgendwann zu der Situation kommt, dass ich sagen muss, dass ich Vegetarierin bin (z. B., wenn man Pizzas bei einem Blockseminar am Sonntag bestellt, weil die Mensen nicht auf haben), kommt immer genau dieselbe Bemerkung:

"Ja, du weißt schon, dass die Tiere trotzdem sterben - auch, wenn du sie nicht isst. Warum isst du denn kein Fleisch, wenn du es magst?"
"Ach, du bist noch in deiner rebellischen Phase?"

So etwas in der Art halt, wo ich mir gleich so denke: "Okay, ich bin für dich also nur, weil ich kein Fleisch esse, gleich das wandelne Klischee einer Tierschützerin oder Vegetarierin aus Trotz."
Okay, ich kenne einige, die Vegetarier oder Veganer aus Trotz in ihrer Jugend waren und auch genug moralische Vegetarier, aber kein einziger ist dieses wandelnde Klischee.

Was haltet ihr davon, dass Vegetarier oder Veganer immer gleich in diese Schublade gesteckt werden?

Kommentare:

  1. Cooler Beitrag Hana! Für mich sehr interessant, da ich seit Monaten auch nicht mehr wirklich Fleisch esse. Im Gegensatz zu dir, liebe ich Fleisch aber, besonders Huhn, und Fisch, ja ich zähle Fisch als Fleisch...^^ und esse es auch nicht mehr...
    der Grund dafür ist aber nicht, weil ich denke der Massenmord der Tiere soll aufhören,.. und so zeugs, sondern einfach weil ich die Lust verloren habe, Fleisch zu essen. Einfach so...
    Wenn ich wieder Lust darauf habe, werde ich sicher wieder darauf zurück kommen, derzeit sieht es aber nicht so aus...
    Was vegetarisches Essen mit Unikollegen betrifft, zb wie du die Pizza angesprochen hast..., irgendwie findet sich immer wer bei mir, der mit mir mein vegetarisches Essen teilt, sogar ohne Probleme, irgendwie hat da niemand was auszusetzten, sogar die Männer an der Uni sagen dazu nix, und nehmen das auch einfach so hin... vermutlich einfach nur Glück (:

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  2. also mein freund findet es auch immer lustig, wenn ich eine vegetarische pizza bestelle - dabei bin ich nichtmal vegetarierin!
    ich finde sowas gar nicht komisch, vielleicht hast du einfach nur etwas pech gehabt mit den leuten in der gegend :/

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  3. irgendwann verliert man die lust am diskutieren!
    also ich hab es oft versucht,je nach gegenüber ist das mal friedlich aber auch sehr energisch und emotional abgelaufen aber irgendwann schnaubt man nurnoch und winkt ab wenn man sowas hört,weil einem die Energie fehlt-mir zumindest
    Schubladenstecken ist und war schon immer doof!

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  4. Toller Beitrag, kann man nur untestützen.

    Ich persönlich habe ca. anderthalb Jahre gar kein Fleisch gegessen, zum einen aus Überzeugung, zum anderen aber auch, weil ich es einfach nicht mag.
    Das Problem war nur, dass meine Mutter sehr gerne udn sehr viel Fleisch kocht und einkauft und ich halt noch zu Hause lebe.
    Sie war regelmäßig sehr wütend und enttäuscht, wen ich ihr Essen nicht gegessen habe.
    Nun ahbe ich solange ich hier noch wohne und nicht selbst bestimmen kann was in den Einkaufswagen und Kochtopf kommt einen Kompromiss mit oihr geschlossen.
    Nun esse ich ab und an, ca. alle zwei Wochen mal Fleisch mit, wenn es nicht anders geht, wie zB bei Lasange, wo das raussammeln einfach nicht möglich ist.
    Wenn sie allerding einzeln etwas brät oder so, esse ich es nicht mit und stattdessen nur die Beilagen.
    Ich würde aber für mich persönölich niemals Fleisch zubereiten und esse auch keine Wurst oder so auf Brot. Von daher werde ich sobald ich alleine lebe sicherlich wieder auf eine vegetarisch Ernährung umsteigen, egal was alle anderen dazu sagen.
    Mir schmeckt es und mir fehlt auch nichts.

    Liebe Grüße
    MissGeistchen
    http://missgeistchen.blogspot.com/

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  5. Unwissende denken doch immer zuerst an Klischees. Ich denke, dass das bei 90% der Fälle auch unbewusst ist, weil im Sektor Vegetarismus und Veganismus ja nicht zuletzt aus wirtschaftlich und politisch "guten Grund" richtig aufgeklärt wird.
    Der Fleisch- & vor allem Milchverkauf ist ja einer der wichtigsten Einnahmen im Foodverkauf (für Bauern eher weniger).
    Das einzige, was man da machen kann, ist sich immer wieder darüber unterhalten und diese Klischees aus dem Weg räumen.

    Ich bin aber nach wie vor gegen Patriotismus. Will jemand einen bestimmten Ernährungsweg einschlagen, ob jetzt omnivor, pescetarisch, vegetarisch oder vegan, sollte es immernoch eine eigene Sache sein. Vor allem sollte niemand einen anderen dafür verurteilen! Schon gar nicht Vegetarier/Veganer vs. Omnivore oder Vegetarier vs. Veganer. Vor allem letztere Diskussion ist für mich unbegreiflich.

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  6. Naja als "Fleischfresser" muss man sich auch oft rechtfertigen ... ich wurde mal total von einem veganen Mädel angeschnauzt, wie ich mich erdreisten(!) könne, in ihrer Gegenwart mein Salamibrötchen zu essen ... es war ihr ja auch auf die Stirn tattowiert!! ... nicht! -_-

    Ich persönlich finde es einfach dumm, jemanden so kategorisch irgendwo einzuordnen! Egal ob nun Fleisch, Fleischlos oder komplett ohne tierische Produkte - wir sind alle Menschen und kein Mensch ist partout "besser" als der andere!
    Denn immerhin stellen sich ja einige (ich sage bewusst nicht "alle"!) Veganer gerne als bessere Menschen hin und bezeichnen alle anderen als "Unmenschen" ... sowas gabs so ähnlich(!) schonmal ... 70 Jahre in der Vergangenheit und so! Dieses "Missionieren" geht mir tierisch auf die imaginären Nüsse ... das geht mal gar nicht!!

    Deswegen denke ich mir: Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Denn das ist es doch: Egal, wie mein "Nebenmann" aussieht oder eben auch, was er isst: Er/Sie ist und bleibt ein Mensch wie ich selber auch!

    Da gibt es für mich auch nichts zu diskutieren! ;D

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  7. Ich bin seit sieben Jahren Vegetarierin.. Die habe ich mit 17 Jahren aus moralischen und ethischen Gründen beschlossen, als ich zu mir selber sagte: "Du liebst Tiere, aber warum isst du sie? Verzichte doch einfach drauf." So einfach war das dann auch für mich. Aber ich habe noch nie viel Fleisch gemocht. Schon meine Mutter meinte, dass ich als Kind alles vom Teller geschobben hätte, was einmal gelebt hat ;) Ich mochte Gehacktes oder Schnitzel und das war es auch schon. Braten, Gulasch und Co.. konnte mich niemals begeistern
    Heute könnte ich mir niemals vorstellen wieder ein Tier zu essen.

    Natürlich haben einige so getan, als hätte ich jetzt eine schlimme Krankheit.. am besten ist aber immer, dass einige Fleischesser total aggressiv werden, wenn sie hören, dass welche vegetarisch oder vegan leben.. So als wäre man ein Verbrecher. Eigentlich amüsant.

    Da ich fructoseintolerant bin, ist es für meine Verwandtschaft (und auch für mich manchmal) nicht so leicht etwas für mich zu kochen, aber ich gebe mich auch mit einfachen Mitteln zufrieden ;)

    Ich verliere auch die Lust daran mit irgendjemandem darüber zu diskutieren.. Auch die ganzen Witze lassen mich kalt oder dass mir beim Grillen immer der Fleischteller unter die Nase gehalten wird: "Ach, du ja nicht.."

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  8. @Suicyde

    An sich stimme ich dir zu.
    Aber den Vergleich mit dem Nazi-Deutschland fasse ich ehrlich gesagt als Beleidigung auf. Der Veganismus an sich ist eine Bewegung die Leben rettet, anstatt es zu zerstören.

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  9. @Erbse: Tut mir Leid, wenn das nun so krass rüberkam. Ich wollte damit bloß ganz explizit dieses militante Verhalten aufzeigen und nun nicht auf die "Folgen" dieses Verhaltens eingehen!

    Entschuldige bitte, wenn es beleidigend rüberkam, so war es keinesfalls gemeint! :/

    Zumal ich ja weiß, dass wirklich nur ein kleiner Teil der Veganer so denkt!

    Aber ich finde, dass einfach niemand das Recht dazu hat, jemand anderen als "Unmenschen" zu bezeichnen - egal ob er im Gegensatz zu dem anderen Leben rettet oder zerstört.
    Darauf - und nur darauf - wollte ich hinaus! :/

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  10. Ich bin seit 8 Jahren Vegetarier und werde es auch für den Rest meines Lebens bleiben.
    Dass andere nach den Gründen fragen, daran habe ich mich gewöhnt und spule meine Standardantwort ab.
    Ich finde Fleisch ekelig, trage aber Ledertaschen usw. Ich bin also nicht aus ethischen Gründen Vegetarierin.
    Mich nervt es tierisch, wenn z.B. meine Schwiegereltern jedes Mal fragen, ob ich denn nicht Wurst möchte, weil das ja "kein Fleisch" sei. Naja, mittlerweile haben sie es kapiert. Und meine Oma fügt dann immer hinzu, wenn es Fleisch gibt: "Ist auch ganz mager", weil sie denkt, ich würde wegen dem Fett auf Fleisch verzichten.

    Ich bin froh, die Wahl zu haben, was ich esse. Die meisten Menschen auf der Welt haben nicht die Wahl, fürchte ich.
    Und was ich ganz ehrlich nicht verstehe, ist, wie man Tiere süß finden kann und mit ihnen knuddeln usw, sie dann aber zu essen. Die meisten meiner Freunde und Menschen die ich kenne sind so, und ich muss das dann einfach hinnehmen, obwohl ich ihnen gerne mal Filme zeigen würde, wo es um Fleischverarbeitung geht. Aber das blenden die meisten Fleischesser aus, nehme ich an.

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  11. Ich bin seit ca. 2 Jahren "zwangsvegan", muss also wegen schlechter Verträglichkeit(des Fettgehaltes) auf Fleisch verzichten. Im Übrigen auch auf Milchprodukte, Kaffee, Alkohol und Glutein (Weizenmehlprodukte). Inzwischen kann ich zwar ab und zu auch mal ein Brötchen essen, aber ich versuche mir das für besondere Anlässe aufzuheben.
    Ich bin mir bewußt dass das ein nicht ganz einfaches Rahmengebilde ist, aber bin doch auch immer wieder überrascht, wie engstirning und ablehnend viele Leute sind.
    Wie bei Roxy kommt bei mir auch "Hier Kaffee... ach nee, magst du ja nicht." oder "Das ist doch nur Fleischsoße!" Für mich ist das unverständlich. Ich habe mir das ja nicht ausgesucht und könnte auch gut drauf verzichten.
    Problematisch auch: Zwischendurch etwas essen. Bis auf ne Banane aus dem Supermarkt gibt es fast nichts Veganes vorbereitet zu kaufen, vor Allem nichts warmes. Und das finde ich sehr schade.

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  12. Ich finde das irgendwie ein wenig engstirnig. Das ist einfach primitiv! Eine Freundin von mir ist ebenfalls Vegetarierin (sie hats zunächst nur getestet und dann festgestellt, dass sie sich körperlich so besser fühlt) und ich habe große Augen gemacht, weils überraschend kam, allerdings akzeptiere ich das und probiere selbst öfters mal vegetarische Gerichte, obwohl ich Fleisch echt gerne mag. Außerdem hat jeder seine Macken. Einige mögen keine Cola, andere mögen keine Bananen, was akzeptiert wird. Einige solcher Entscheidungen werden bewusst getroffen, andere eher nicht, doch die meisten werden akzeptiert. Und ich verabschiede mich vollkommen verwirrt durch meinen heutigen Schreibstil..

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  13. Ich finde es interessant, wie viele Vegetarier es gibt. Ich bin seit 16 Jahren Vegetarierin, hab auch mal mehr oder weniger vegan gelebt, und habe zum Glück meist keine "schlechten" Erfahrungen, wenn ich das erwähne. Die meisten Leute finden das ganz gut, "könnten sich aber NIEMALS vorstellen , ohne Fleisch zu leben...usw...." ;-)
    Ich stehe jedenfalls dazu und habe kein Problem, wenn es jemand nicht akzeptiert. Selber schuld ;-)

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