Willkommen auf Blumen im Nirgendwo! Viel Spaß beim Lesen dieses Blogs! Bei Fragen, Anregungen, Kritik oder Artikelwünschen kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen. Blognews vom 27.01.2014: +++ Gesichtet im Januar: Essence Kalinka Beauty Limited Edition überraschend gut, Essence Ice Ice Baby Limited Edition, Catrice Cremé Fresh LE und Alverde Vintage Rose LE leider eher enttäuschend +++ Bald neue Blogposts zu MAC und Kosmetik Kosmo Pinseln von Sid/QueenofEvilness +++ Neue Blogposts von Co-Bloggerin Innocence +++ Hanas Mutti stellt ihre Lieblingsprodukte von Lakshmi und Dr. Hauschka vor

25. Mai 2011

Das Gedichträtsel - aus welcher Epoche stammt es?

Die einzige Regel: keine Hilfsmittel wieGoogle oder auch schriftliche nachschlagewerke verwenden.
Und es tut mir Leid, wenn ihr das Gedicht schon kennt.


Die Kommentare zu diesem Post werden ab Freitag veröffentlicht (Hoffentlich halten sich auch meine Co-Blogger daran .... ^^" )!

Viel Spaß beim Analysieren und mitraten!


Einsam stand ich und sah in die afrikanischen dürren
   Ebnen hinaus; vom Olymp regnete Feuer herab.
Fernhin schlich das hagre Gebirg, wie ein wandelnd Gerippe,
   Hohl und einsam und kahl blickt' aus der Höhe sein Haupt.
Ach! nicht sprang, mit erfrischendem Grün, der schattende Wald hier
   In die säuselnde Luft üppig und herrlich empor,
Bäche stürzten hier nicht in melodischem Fall vom Gebirge,
   Durch das blühende Tal schlingend den silbernen Strom,
Keiner Herde verging am plätschernden Brunnen der Mittag,
   Freundlich aus Bäumen hervor blickte kein wirtliches Dach.
Unter dem Strauche saß ein ernster Vogel gesanglos,
   Ängstig und eilend flohn wandernde Störche vorbei.
Nicht um Wasser rief ich dich an, Natur! in der Wüste,
   Wasser bewahrte mir treulich das fromme Kamel.
Um der Haine Gesang, um Gestalten und Farben des Lebens
   Bat ich, vom lieblichen Glanz heimischer Fluren verwöhnt.
Aber ich bat umsonst; du erschienst mir feurig und herrlich,
   Aber ich hatte dich einst göttlicher, schöner gesehn.


Auch den Eispol hab' ich besucht; wie ein starrendes Chaos
   Türmte das Meer sich da schröcklich zum Himmel empor.
Tot in der Hülse von Schnee schlief hier das gefesselte Leben,
   Und der eiserne Schlaf harrte des Tages umsonst.
Ach! nicht schlang um die Erde den wärmenden Arm der Olymp hier,
   Wie Pygmalions Arm um die Geliebte sich schlang.
Hier bewegt' er ihr nicht mit dem Sonnenblicke den Busen,
   Und in Regen und Tau sprach er nicht freundlich zu ihr.
Mutter Erde! rief ich, du bist zur Witwe geworden,
   Dürftig und kinderlos lebst du in langsamer Zeit.
Nichts zu erzeugen und nichts zu pflegen in sorgender Liebe,
   Alternd im Kinde sich nicht wiederzusehen, ist der Tod.
Aber vielleicht erwarmst du dereinst am Strahle des Himmels,
   Aus dem dürftigen Schlaf schmeichelt sein Othem dich auf;
Und, wie ein Samenkorn, durchbrichst du die eherne Hülse,
   Und die knospende Welt windet sich schüchtern heraus.
Deine gesparte Kraft flammt auf in üppigem Frühling,
   Rosen glühen und Wein sprudelt im kärglichen Nord.


Aber jetzt kehr' ich zurück an den Rhein, in die glückliche Heimat
   Und es wehen, wie einst, zärtliche Lüfte mich an.
Und das strebende Herz besänftigen mir die vertrauten
   Friedlichen Bäume, die einst mich in den Armen gewiegt,
Und das heilige Grün, der Zeuge des ewigen, schönen
   Lebens der Welt, es erfrischt, wandelt zum Jüngling mich um.
Alt bin ich geworden indes, mich bleichte der Eispol,
   Und im Feuer des Süds fielen die Locken mir aus.
[...]

Kommentare:

  1. klingt stark nach Romantik wenn ich mich nicht irre..

    AntwortenLöschen
  2. Das Gedicht heisst der Wanderer von Friedrich Hölderlin und es ist aufjedenfall 1800 rum geschrieben wurden und ich glaube das war die romantik epoche.

    lg
    nisi

    AntwortenLöschen
  3. Reisen? Natur? Heimat?
    Ich sag Romantik :D

    AntwortenLöschen
  4. Hmm, das Ding ist ja nicht gerade ohne (ich schreibe mal keine vollständige Analyse und keine Zeilenangaben^^).
    Ich würde auf jeden Fall mal sagen, dass es recht gefühlsbetont ist. Außerdem finden sich Motive wie Natur (überall) und Götter (Olymp) in diesem Gedicht, was irgendwie auf Romantik und Klassik schließen lässt (Natur und Gefühle sind in der Romantik seeeeehr verbreitet gewesen, die Stelle mit dem Olymp erinnert mich an Prometheus von Goethe, den alten Klassiker). So. Der Rhein lässt mich an Heines Loreley denken, was auch wieder ein Indiz für Romantik wäre. Die äußere Form erinnert mich der Länge wegen an Balladen. Außerdem sind epische, dramatische und lyrische Elemente vorhanden, was die Ballade als "Ur-Ei der Dichtung" auszeichnet, wie Goethe es formuliert hat. Viel mehr fällt mir grob nicht ein (diese ganzen Metaphern und Bilder sind doch DER Overkill!!), hoffentlich stimmt davon das ein oder andere^^

    AntwortenLöschen
  5. Hört sich schwer nach Romantik an (:

    AntwortenLöschen

Konstruktive Kritik ist willkommen!

Bei nicht themenbezogenen Themen lieber eine Mail an blumenimnirgendwo@live.de schicken.

Blog- oder Gewinnspielwerbung wird nicht veröffentlicht.