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4. April 2011

Erneuerbare Energien ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür

Das scheint leider die Attitüde vieler Deutscher zu sein. Natürlich, Atomkraftwerke sollten abgeschaltet werden, mehrere in meiner Verwandtschaft haben schon dafür in den 80ern demonstriert und tun das bis heute. Aber selbst die Demonstranten (zumindest die, die ich kenne) sind nicht weltfremdund wissen, dass dass das nicht von heute auf morgen geschehen kann, da wir dann von den Stromimporten anderer Länder abhängig sind und die uns dann mit ihrem Atomstrom beliefern.
Sehr süß am Rande: In einem kurzen Leserkommentar in der BamS (keine Sorge, so eine Zeitung kaufe ich mir nicht selber - ich bin Fan der Süddeutschen und der Zeit) hieß es, dass die Demonstranten wohl nicht auf ihren Strom verzichten wollen - einige Atomkraftbefürworter scheinen also ebenso weltfremd wie die Gegner, die sofort alle Atomkraftwerke aushaben wollen, weil sie fast 25 Jahre nach Tschernobyl und 3 1/2 Wochen seit Ausbruch der Fukushimakrise nun das Problem vor der Haustür aus der Welt haben wollen.

Ein Statement in einer Grazia vor 2 Wochen, wenn ich mich nicht irre, sagte es richtig aus: Wir haben jetzt nicht plötzlich Panik, die von der internationalen Presse als die "German angst" bezeichnet wird - wir hatten vorher einfach zu wenig.

Dennoch - emotionale Entscheidungen im Zuge der German angst und derzeitigen Hysterie angesichts der noch nicht überstandenen Krise in Japan können die deutsche Bevölkerung überrollen. Das hat man ja bereits an Merkels "spontanes" Moratirium und Brüderles Verplappern gesehen. Fukushima fegt eh derzeit als thematischer Tornado über die deutsche Politiklandschaft und mischt die Karten neu. Ist schwarz-grün jetzt wegen Einlenkens der Union in der Atomfrage möglich? Ist grün wählen nur der Zeitgeist oder ein flüchtiger Trend und bewähren sich die Grünen als Führung auf Landesebene, wenn doch eh viele nicht an einen grünen Bundeskanzler in den nächsten Jahren glauben? Und SPD, FDP, Linke, Piratenpartei und Konsorten - wo sind die eigentlich hin?

Wie auch immer, nun zu meiner Überschrift: Wo der eine AKWs in die Runde wirft, kommt auch automatisch das Thema der erneuerbaren Energien auf und viele pöbeln auch derzeit in der Medienlandschaft, wie schlimm doch wie eh und je die Verspargelung der Landschaft sei. Ich denke dann immer so: Hm?
Was ist so schlimm, wenn 5 Kilometer jeglicher Zivilisation entfernt ein Windpark entsteht? Warum fühlen sich die Leute von Spargeln am Horizont belästigt?

Ich muss zugeben, dass ich wahrscheinlich so wenig Verständnis für die Motzerei über die Stromspargel habe, weil ich mit ihnen aufgewachsen bin, sie überall im platten Land stehen und nur die wenigsten stören. Nahe Cuxhaven schafft es sogar Arbeitsplätze und dort steht das einst größte Windrad der Welt.
Früher habe ich öfters bei einer Freundin übernachtet, die am Ende der Welt und nahe eines Windparks wohnte, aber hören tat man sie nur, wenn man direkt an ihnen beim Gassi gehen vorbei ging.

Was haltet ihr also von Windkraft und Verspargelung?
 

Kommentare:

  1. Als Energiewirtschaftsstudentin werde ich quasi täglich mit solchen Themen konfrontiert ...

    Ich kann verstehen, dass die Leute keine Windräder in unmittelbarer Nähe wollen. Bei meinen Eltern stehen welche in vielleicht 2 km Entfernung und man hört sie. Außerdem muss auch erstmal das Land bereit gestellt werden, wo der Windpark entstehen soll.

    Ich komme ja aus Brandenburg und wir sind ganz gut ausgestattet, erzeugen schon lange sehr viel erneuerbare Energien. Problem: Das Land hier ist so dünn besiedelt, dass wir gar nicht alles verbrauchen können. Also wohin damit?! In Norddeutschland ist kein Bedarf, denen geht es wie uns. Mitteldeutschland? Da fehlt es an einem gut ausgebauten Netz im Bereich des Thüringer Waldes. Ich denke also, bevor wir weitere Windräder aufstellen, sollten wir uns dem Netzausbau widmen. Glücklicher Weise bastelt man diesbezüglich an einem neuen Gesetz.

    Alternativ haben wir zu den Atomkraftwerken ja auch genügend Braunkohle in Deutschland und könnten uns damit versorgen. Problem dabei ist die CO2 Emission. Gegen CCS sträuben sich ja unzählige Leute ebenfalls.

    Zu guter letzt darf nicht vergessen werden, dass die Windräder leider nicht kontinuierlich Strom erzeugen. So dass längerfristig immer noch eine Grundlastsicherung durch fossile Brennstoffe oder eben AKW stattfinden muss.

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  2. Ich finde es so lustig, dass alle wollen das die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Die meisten machen sich gar keine Gedanken um die Konsequenzen... klar wäre es schön wenn es keine gäbe und nie welche gegeben hätte, keine Frage. Aber wenn man genau jetzt alle abdrehen würde, wäre keiner bereit in höhere Kosten zu investieren...
    Die meisten wissen einfach nicht wovon sie reden, und da ich in dieser Branche vom Fach bin weiß ich sehr wohl um was es genau geht.

    Liebe Grüße

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  3. Also ich kann verstehen das man nicht direkt vor seiner haustür einen Windpark haben will... wenn dieser ein paar km weiter weg ist, wäre das in ordung!! Kann leute wirklich verstehn wenn sie tinitus etc. davon bekommen. Was ich aber nicht verstehe, war gestern ein fernseh bericht ich meine in rtl, wo die leute gegen einen solar park waren (und gegen eine biogasanlage die soll stinken, und eben gegen windräder^^) , es verschandelt die natur, trennt uns von dem nächsten dorf (solar ist doch ruhig und macht kein krach) da würde ich diese "verschandelung" in kauf nehmen, auch das ich vl ab und an geblendet werde. Diese Menschen wollten auch keine Atomkraft, aber auch keine erneuerbaren energien vor der haustür, muss man das verstehn ich versteh es auf jedenfall nicht!

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  4. Es geht ja nicht nur um die Windräder (mit denen ich ebenso ausgewachsen bin), neeeein, es wird sich auch gesträubt, wenn neue Stromnetze verlegt werden sollen, damit der Strom auch mal in den Süden kommt. Iiiieh, Strommasten! Keine Kraftwerke, keine Windräder, keine Strommasten, aber mein Bier muss kalt sein und der Fußballfernseher muss laufen. Jawoll!

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  5. @ Kicherliese: Ich hoffe, du liest das. ;) Also Solar lohnt in unseren Breiten eigentlich nicht wirklich in Form von großen Solarparks und leider braucht es große Flächen, um rentabel zu sein. Dabei geht schon ein gutes Stück Natur verloren, der Anblick ist hässlich. In der Hinsicht verstehe ich die Kritik wirklich.

    Aber wie schon gesagt: Wir brauchen erst ein besseres Netz, um den Strom dorthin zu bekommen, wo er gebraucht wird.

    Ich bin eh pro off-shore Windanlagen. :)

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  6. windräder sind vielleicht nicht das problem, aber eine biogasanlage hätte ich auch nicht gern vor meiner tür...

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  7. Nun, Windräder weiter weg von Städten und Dörfern stören dann zwar die Menschen nicht mehr. Aber wir dürfen die ganzen Tiere die überall da draußen wohnen nicht vergessen. ;)
    Zum Thema an sich möchte ich allerdings nichts mehr beitragen. Hatte mich bereits ausführlich dazu ausgelassen.

    LG

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