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29. April 2012

Studium = Lesen


Kürzlich habe ich endlich das Video von Lidschattensammlerin zu ihrem Jurastudium und häufig gestellten  Fragen dazu gesehen und kann in einem Punkt zustimmen: Wenn ihr nicht gerne lest, gibt es wahrscheinlich kein Studienfach, was euch zusagen wird.

Ich kann natürlich nicht für alle Fächer sprechen, aber Mediziner, BWLer, Juristen, Geistesissenschaftler, Naturwissenschafter .... alle müssen ihr tägliches und wöchentliches Lesepensum schaffen und Fachbüche, Sekundärliteratur, Protokolle, Vorlesungsskripte und allerlei Art anderer Bücher wälzen.

Ich bin ganz froh, dass ich zwei Fächer studiere, deren Bücher ich gerne lese. Vor allen Dingen Dramen oder Romane lesen zu müssen ist eine willkommene Abwechslung dazu, immer nur wissenschaftliche Texte zu lesen. Außerdem lese ich gerne etwas andere, philosophische Texte, die nicht so hochgestochen und verklausuliert sind. Gute Alternativen dazu habe ich in antiker Philosophie, vielen französischen Philosophen und einigen Philosophen mit angenehmen Schreibstil gefunden. Das soll allerdings nicht heißen, dass ich Schopenhauer, Kant, Frege und Co. nicht mag -  nur irgendwann schaltet das Gehirn aus. Bei Rawls hingegen hat man das Gefühl, dass man wichtige Dinge überliest, weil er einen so schön simplen Schreibstil hat.

Mein Rat an euch, falls ihr noch nicht studiert: Informiert euch, was für Textarten und Texte ihr lesen müsst, wenn ihr an Uni oder Hochschule XYZ das oder die Wunschfächer belegen würdet. Fragt Studierend, wie viel sie pro Woche lesen müssen, worauf Schwerpunkte gesetzt werden.Besucht Tage der offenen Tür an Unis und hört euch im Bekanntenkreis um bei Leuten, die AKTUELL studieren. Das eine Uni vor 30 Jahren schön war, kann heute nicht mehr als Maßstab gesetzt werden.

Kommentare:

  1. In meinem Studium muss man wohl mehr rechnen als lesen...muss aber auch eine Menge Skripen lesen^^

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    1. Das stimmt natürlich, ist aber auch sehr zeitintensiv. Das Positive soll allerdings sein, dass man dadurch lernt, sich selbst Fähigkeiten anzueignen und daher auch später im Beruf eigentlich alles machen kann, weil man diese Selbstständigkeit auf sehr hohen Niveau entwickelt. Das macht mich ein wenig neidisch. ;)

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  2. Da muss ich an einen Freund denken, der PoWi auf Lehramt studiert und in einem Seminar, in dem er wohl sehr viel lesen sollte, sehr laut meinte: "Wasn Scheiß, ich studier doch nicht Lesen!" :D
    Ich musste so lachen, als mir das erzählt wurde.

    Aber um's Lesen kommt man nicht herum. Gerade in den Geisteswissenschaft nicht.
    Ich habe ja selbst Germanistik studiert und bin ganz erhlich: Ich habe nie alle Texte gelesen, die ich hätte lesen müssen. Ich bin nicht lesefaul, im Gegenteil. Aber für mich gab es oft genug wichtigere Dinge, als den ganzen Tag vorm Schreibtisch zu sitzen. Meist habe ich dann zwar für die Hausarbeiten in den Semesterferien einiges intensiver nacharbeiten müssen, aber das hat nicht weiter gestört, da ich da ja meist selbst mein Thema wählen konnte und natürlich das nahm, das mich am meisten interessiert hat. Und dann habe ich auch Freude daran.

    Und da ich ja gerade ein Praktikum mache und quasi im Arbeitsleben stecke (auch in dem Bereich, in dem ich später arbeiten möchte), kann ich nur feststellen, dass man so gut wie nichts von dem braucht/anwendet, was man in seinem Studium gelernt hat ;) Also einfach mal vom Schreibtisch losreißen und ein bisschen Spaß haben. Ich kann nichts mit Leuten anfangen, die in allem immer so überehrgeizig sind und dafür aber kein Sozialleben haben.

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    1. In Deutsch kann man glaub ich auch ab und an bei den Leseintensiveren Seminaren einen Text weglassen. Ich hatte das Glück, dass ich oft in Literaturwissenschaft Dramatikseminare elegt habe und auch ein Gedicht-Seminar, wo die Vorbereitungszeit nicht soooo lang ist wie bei einem Seminar, wo man wächentlich einen Roman lesen muss (von einem solchen Seminar, das ich eh nur spaßeshalber besucht habe, bin ich nach einer Woche abgesprungen, da es wirklich zu intensiv ist, jede Woche für ein Seminar einen 300-500 seitigen Roman zu lesen).

      In Philosophie allerdings sollte man wirklich lesen, um mit zu diskutieren.

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  3. Oh, und ganz vergessen: Ich bin zwar interessiert an Philosophie, habe mich aber nie wirklich intensiv damit auseinander gesetzt, geschweige denn philosophische Texte (mal abgesehen von ein paar wenigen Texten von Kant oder Rousseau) gelesen. Welche einfach zu lesenden Philosophen kannst du denn als Einstieg empfehlen?

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    1. Rousseau ist schon einmal gut! Was hast du von ihm gelesen?
      Welche Philosophen ich persönlich gerne mag, sind William James, Precht (als heutiger, deutscher Philosoph), Sartré (oder Sartrè?) und antike Philosophen wie Platon oder Aristoteles.
      Als erstes würde ich aber mir einfach ein Grundlagenwerk kaufen, wnn du neu bist, was Philosophie angeht. Je nachdem, ob du praktische oder theoretische Philosophie lieber magst, kannst du der so ein Werk als Übersicht kaufen und wirst dort dann feststellen, welche Philosophen dich mehr interessieren. Und auch Übersichtswerke über Philosophen sind für den Einstieg hilfreich, dass hat mir z. B. bei Schopenhauer und Searl sehr geholfen.

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    2. Oh, vielen Dank! Ich lese sogar gerade Precht ("Wer bin ich und wenn ja, wie viele?"), das bietet einen guten Überblick, ist aber teilweise doch recht oberflächlich. Und "Sofies Welt" hab ich schon so unglaublich oft gelesen und mir danach immer vorgenommen, mich mal intensiver mit dem ein oder anderen Philosophen zu beschäftigen.
      Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich von Rousseau gelesen habe, war mal in irgendeiner Vorlesung.
      Shopenhauer sagt mir natürlich auch was, wurde auch mal im Rahmen eines Thomas-Mann-Seminars angesprochen, hat mich allerdings nicht weiter interessiert.

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  4. wirklicher guter Tipp, der mir bisher in der Art nicht untergekommen ist, weder in der Schule noch sonstwo. Habe meine Studium beendet, und kann das nur bestätigen.

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  5. Kann dir nur zustimmen, was Geisteswissenschaften anbelangt! Weiß aber von meinem Freund, dass er in Ingenierwissenschaften keine 10 Bücher in seinem Studium gelesen hat.

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  6. Ach, was mir aber noch grad einfällt: mit dem Bachelorsystem wird es immer schwieriger sich diejenige Literatur zu lesen, die einen interessiert, quasi "nebenbei" ohne eine empfohlene Literatur vom Prof zu sein.

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  7. Ich studiere Soziale Arbeit in Essen und muss je nach Veranstaltung mehr oder weniger lesen.. jetzt ist das SGB dran :/ das wird auch noch ein Spaß..

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  8. Ich bin zum Glück an einer FH, da ist alles viel praxisorierntierter. Dafür rauben einem dann die ganzen Belge die Zeit. Aber lieber schon im Studium etwas lernen, was ich später mal wirklich brauch als hunderte von Büchern lesen zu müssen.
    In der Informatik muss man ja generell nicht so viel lesen, außer Quellcodes, aber das liest sich ja gleich ganz anders xD

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