Wichtig: Der Artikel stammt von 16.05.12 - das sollte man beim Lesen beachten.
Leserzahlenschwanzvergleich ... damit habe ich wohl einige Blogger auf die Palme gebracht, als ich diesen Artikel schrieb.
Die eigentliche Aussage war aber lediglich, dass ich nicht mehr als 50 Blogs regelmäßig verfolgen kann und es keinem was bringt, wenn er 500 Leser hat und davon nur 50 regelmäßig den Blog lesen und wenig bis kein Feedback geben. Für mich persönlich zählt, dass die Leserzahl nicht ausschlaggebend für die Qualität eines Blogs ist und ich euch gerne Blogs mit wenigen Lesern lese. Allein die zahlreichen Reiseblogs, die ich lese, bekommen leider kaum bis wenig Feedback, was ich schade finde. Worüber ich mich insbesondere bei meinem Blog freue ist das Feedback, das mir zu Themen, über die ich schreibe, gegeben wird. Und ehrlich: Solange ihr den Unterschied zwischen konstruktiv und beleidigend kennt, darf eure Kritik durchaus auch kritisch sein. Manchmal schreibe ich auch Blogeinträge, die schlecht recherchiert oder zu Themenbereichen gehören, wo man durchaus verschiedener Meinung sein kann.
Wir alle sind nur Menschen, keiner von uns Bloggern ist perfekt - da kann es auch mal sein, dass man bei einem komplexen Thema daneben greift oder das, was man als Autor des Blogs dem Leser sagen wollte, nicht so bei diesem ankommt, wie es gemeint war, weil es missverstanden wird.
Nun geht es aber um den Blog-Zug, von dem derzeit viel geschrieben wird.
Die Seite verspricht mehr Leser und Besucher für den Blog, anmelden kann man sich einfach, indem man nur die Blog-URL angibt.
Hier ist mein erster Kritikpunkt: Jeder, also auch jemand anders als ich kann sich mit meiner Blog-URL anmelden ohne dass ich etwas davon mitbekomme. Das finde ich sehr bedenklich und anscheinend will Blog-Zug auch weiterhin kein Registrierungssystem einführen, da sie keine Daten sammeln wollen. Mir wäre das sichere System aber lieber, da Blog-Zug ja auch bei der Anmeldung zusichern kann, die gespeicherten Daten nicht an Dritte weiterzugeben. Aber das andere Leute sich mit deiner Blog-URL einfach jederzeit dort einloggen können, um für dich "gratis Werbung zu machen". Ich möchte das nicht, da ich bemerkt habe, dass in Zeiten, wo ich viele Blog-Zug-Blogbesucher hatte, auch viele Spam-Kommentare bekam, in dem andere Blogger nicht auf das Thema des Blogeintrags eingingen, sondern einfach für ihren Blog warben oder nach gegenseitigen Verfolgen fragten.
Es gibt eine Einteilung in Geschäftsreisende (Shops oder Saleblogs, soweit ich verstanden habe) und Privatreisende (also Hobbyblogger).
Diese können sich jeweils einer Kategorie, der Hauptkategorie des Blogs, einteilen.Hier finde ich es einfach schade, dass man nicht so etwas wie Hauptkategorie UND bis zu zwei Nebenkategorien auswählen kann. So schwierig kann die Programmierung nicht sein, oder?
Nach dem Einloggen hat man 10 Minuten Zeit, sich Blogs, die aufgelistet sind, an zugucken und ihnen zu folgen. Dazu müsst ihr allerdings natürlich nebenbei mit eurem Googlekonto angemeldet sein, da es nur möglich ist, den Lesern per GFC zu folgen.
Das ist ein weiterer Minuspunkt, denn außerhalb von Google, also beispielsweise bei over-blog, myblog oder Wordpress, kann GFC nicht mehr genutzt werden. Das ist eine meiner Meinung nach unnötige Einschränkung, da es ja auch universelle Alternativen zum GFC wie bloglovin gibt.
Da ich schlecht einen Artikel schreiben kann ohne es zu testen, habe ich mich zwei Wochen lang täglich auf Reise begeben und auch einige Punkte gesammelt. Wie sich diese zusammensetzen, ist mir ein Rätsel.
Allgemein verstehe ich nicht, warum es überhaupt ein Punktesystem auf dieser Seite geben muss. Ist es vielleicht nicht einfach nur ein Anreiz, damit man sich oft einloggt, um möglichst viele Punkte zu sammeln?
Anders, als bei z. B. dem Essence Forum oder Dshini hat man keine klaren Angaben, wofür es wie viele Punkte gibt und was diese einem letztendlich bringen sollen außer, dass man bei den Personen mit den meisten Punkten auftaucht.
Daher ist mir auch rätselhaft, worum ich via Paypal 30 Euro für 14 Tage und 50 Euro für 30 Tage zahlen soll, um die dreifache Menge an Punkten zu bekommen, wenn ich nicht einmal weiß, was ich davon habe.
Natürlich muss jeder wissen, ob er dafür Geld zahlen will oder nicht. Ich persönlich finde es aber schade, dass man erst ganz unten auf der Seite in der letzten Kategorie endlich nicht zahlende Kunden findet.
Zeit hat man immer 600 Sekunden, um die Blogs anzusehen oder sie gleich zu verfolgen. Es gibt eine Obergrenze an Blogs, denen man pro Tag folgen kann. Lesen kann man anscheinend so viele, wie man will.
Was mich überrascht, dass anscheinend niemand kontrolliert, was für Blogs dort mitmachen. So landete ich auf einem Blog, der über eine Bloggerin, die ich nicht kannte, in vulgären Schreibstil ablästerte und auf einem anderen Pro-Anorexieblog, auf dem Fotos eines Mädels, die eine zu Eng Hose trug und eine vielleicht 1 cm dicke Speckschicht hatte, als moppelig bezeichnet wurde. Gibt es für so etwas nicht Adminstratoren und eine Blacklist?
Hinzu kommt diese Bemerkung:
"Wichtig: Um den Missbrauch dieser Funktion zu unterbinden, werden erst dann Punkte vergeben, wenn du lang genug auf einem Blog verweilt hast. Auch überprüfen wir, ob du für längere Zeit ein Leser eines Blogs bleibst. Wir behalten uns vor, Benutzer unserer Seite zu sperren oder ihre Punktanzahl zurückzusetzen, sollten sie versuchen, diese Funktion zu missbrauchen."
Wie soll so etwas festgestellt werden und werden die Punkte einem auch abgezogen, wenn man einfach Leser wird ohne den Blog jemals richtig zu lesen?
Auch der Aufbau ist eher so ausgerichtet, dass die zahlenden Kunden am meisten davon haben:
1. Erste Klasse
2. die meisten Punkte (haben ja zumeist bezahlende Kunden)
3. Reisende Passagiere
Davon, dass mehr Besucher auf meinen zwei Zugreisen auf meinen Blog gekommen sind, habe ich nichts bemerkt. Und Leser habe ich auch nicht dazubekommen. Nur Spam-Kommentare und Kommentare anderer Blogger wie "Folg meinem Blog BLOG-URL" haben sich gemehrt.
Mir persönlich erschließt sich also der Sinn von Blog-Zug nicht.
Bringt es einem nur mehr Leser, wenn man ein zahlungskräftiger Kunde ist?
Und was bringen einen mehr Klicks oder mehr Leser, wenn es weiterhin kein Feedback von diesen gibt?
Ich fasse zusammen:
- kein geschützter Account
- Anmelden einfach durch Eingabe der Blogadresse möglich
- daher können sich auch einfach andere anmelden ...
- Man kann nur per GFC folgen
- Unklarheit wegen der Punktezahlen und warum es überhaupt ein Punktesystem gibt
- anscheinend nur rentabel für zahlende Kunden (nach 2 Wochen Praxistest hatte ich weder mehr Leser noch mehr Feedback - nur mehr Kommentare von Leuten, die die Blogeinträge nicht gelesen haben)
- unübersichtliches Layout der Seite
Ich würde gerne eure Meinung zu der Seite wissen.